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International Erdogan bekräftigt freien PKK-Abzug

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan verspricht den PKK-Rebellen freies Geleit in den Nordirak. Die Sicherheitskräfte würden den Abzug nicht behindern, sagte er.

Nach dem Waffenstillstand-Appell von PKK-Chef Abdullah Öcalan hat die Landesregierung den Rebellen einen freien Abzug aus der Türkei zugesichert. Er werde dafür sorgen, dass abziehende Rebellen nicht von den Sicherheitskräften angegriffen würden, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Porträt
Legende: Premier Erdogan begrüsst den Aufruf von PKK-Chef Abdullah Öcalan. Keystone

Laut Erdogan halten sich 1400 bis 1500 PKK-Rebellen in der Türkei auf. Er hatte der PKK schon vor Wochen einen ungestörten Rückzug garantiert.

Rückzug bis Ende Jahr

Öcalan, der inhaftierte Gründer und Chef der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), hatte seine Organisation am Donnerstag aufgerufen, den bewaffneten Kampf gegen die Türkei einzustellen und ihre Einheiten aus der Türkei zurückzuziehen. Die Rebellen erklärten, dem Befehl ihres Anführers folgen zu wollen.

Allgemein wird damit gerechnet, dass sich die Kurdenkämpfer in den benachbarten Nordirak zurückziehen, wo die PKK ihr Hauptquartier unterhält. Erdogan sagte, der Rückzug solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Türkische Nationalisten kritisierten unterdessen den Appell Öcalans und die positive Reaktion Erdogans. Die rechtsgerichtete Presse kommentierte, die PKK habe über die Regierung triumphiert.

Legende: Video Hoffnung auf Friedenslösung abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.03.2013.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Hami Topal, Basel
    Vielen Dank,die Schweizer hier haben ein fundiertes Basiswissen-meine Landsleute eher nicht.Herr Ülkücü dreht die Dinge nach seinem Gusto.Meiner Meinung ist die Bildung des durchschnittlichen Bürgers enorm wichtig, sonst hat man grosse Probleme. Herr ÜLKÜCÜ redet von: kurdisch sei nich verboten gewesen-Falsch! Sie sind 10000 km von der türk. Politik entfernt!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Vielen Dank, dass endlich auch ein Kurde sich hier meldet und unsere Worte bestätigt - oder sind Sie vielleicht eine Frau? Bei den meisten türkischen und kurdischen Namen können wir hier in Mitteleuropa ja nie sicher sein. Ich bewundere Sie für Ihren Mut, mit dem richtigen Namen zu schreiben, falls er es ist. Man hört ja so einiges, was gewisse Trupps aus Türkestan betrifft. Ihr Kurden könnt sicher sein, dass ihr bei uns sehr viele Sympathien habt, solange euer Kampf gewaltlos ist.
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    2. Antwort von Tarkan Ülkücü, Zürich
      Ich habe nie gesagt, dass kurdisch in offiziellen staatlichen Stellen nicht verboten war, wie z.B. im türkischen Parlament. Die Amtssprache ist nun einmal türkisch, weil es so in der Verfassung steht. Wenn die Kurden die Mehrheit im türkischen Parlament haben, könne sie ja gerne eine Verfassungsänderung versuchen, denn wie überall in Demokratien entscheidet schlussendlcih immer die Mehrheit. Übrigens, kurdisch war und ist im privaten Gebrauch nie verboten gewesen, das ist eine Lüge.
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Eine Klarstellung: Natürlich war Kurdisch im privaten Bereich nie verboten, das hat niemand von uns behauptet. Tatsache ist jedoch, dass diese Sprache noch bis vor wenigen Jahren in den Schulen verboten war und nicht einmal auf den Pausenplätzen laut gesprochen werden durfte, und von den Ämtern und Parlamenten müssen wir schon gar nicht reden. Immerhin hat es in letzter Zeit mehrere Auflockerungen gegeben, so sind heute sogar Radio- und Fernsehsendungen möglich, aber sehr beschränkt.
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    4. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Hami Topal: Herr Uelkücü wiederholt nur die Phrasen welchen Türken immer beigebracht wurde. aber nicht erst seit Atatürk sondern schon unter den Osmanen. Die Kurden, Assyrer, Chaldäer, Armenier etc. wurden immer in diesem Lande unterjocht oder in Progromen hingemezzelt. TK hatte lediglich Glück, dass die von Russland ausgehende Gefahr von DE, FR und GB grösser angesehen wurde als von der TK u. sich deshalb der "Mann vom Bosporus" eine gew. Narrenfreiheit herausnehmen konnte u. gestütz...
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  • Kommentar von Tarkan Ülkücü, Zürich
    Die meisten türkischen Kurden identifizieren sich sehr stark mit dem türkischen Nationalstaat, lehnen die PKK und ihre Ableger ab und sind mit dem Status quo mehr als zufrieden. Die PKK hat unter der kurdischen Bevölkerung wie eine Furie gewütet, weshalb viele kurdische Familien dort selbst viele Opfer zu beklagen haben. Nicht umsonst wird sie deshlab u.a. von der EU, den USA und noch vielen anderen Ländern als Terrororganisation eingestuft. Mit solchen Leuten verhandelt man nicht.
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    1. Antwort von Hami Topal, Basel
      Wenn sie wüssten was eine Furie ist, würden Sie sagen, dass 90 Jahre die Kurden darunter gelitten haben.Meine Frage an Sie?Wieso sind Sie in Europa?War es in der Türkei zu schön?
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    2. Teil: Ich erwähne das deshalb, weil ich selber mit einem solchen Fall zu tun hatte. Als ein Bekannter aus Italien eine Brasilianerin heiratete, sprachen zwar beide Italienisch, aber der Standesbeamte nicht, deshalb musste ich als Übersetzer für Deutsch und Portugiesisch einspringen. - Bei wirklich gutem Willen könnte sich ein solches Modell auch auf die Türkei übertragen lassen, obwohl dort nach meinem Wissen alle Kurden auch sehr gut Türkisch sprechen. Es wäre ein erster Schritt.
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