Erdrutsch in China verschüttet ganzes Dorf

In Südwestchina ist ein Berghang ins Rutschen geraten – die Dorfbewohner hatten keine Chance zu entkommen. Nun sind die letzten Vermissten tot aufgefunden worden. Insgesamt starben 46 Menschen.

Helfer suchen in Südwestchina nach Verschütteten. (keystone)

Bildlegende: Die Erdmassen haben die Menschen von Gaopo unter sich begraben. 16 Familien sind tot. Keystone

Am Freitagmorgen war der Berghang nahe dem Dorf Gaopo im Kreis Zhenxiong (Provinz Yunnan) ins Tal gerutscht. 16 Familien waren in ihren Häusern von zum Teil meterhohen Erdmassen begraben worden. 19 Kinder und 27 Erwachsene sind tot.

Mehr als Tausend Helfer versuchten mit Schaufeln, Baggern und Suchgeräten die letzten Verschütteten zu finden. Die Suche hatte die ganze Nacht gedauert. Die letzten zwei Vermissten wurden nun gefunden. Sie konnten nur noch tot geborgen werden. Zwei Dorfbewohner überlebten das Unglück. Sie liegen im Spital.

Die Situation für die Helfer war gefährlich, weil sich das Terrain bewegte und weitere Erdrutsche drohten.

Die genaue Ursache für das Unglück ist nicht bekannt. In den vergangenen zehn Tagen hatte es allerdings stark geregnet und immer wieder geschneit.