Zum Inhalt springen

International Erika Pluhar: «Die FPÖ ist im Grunde tiefbraun»

Die Chanson-Sängerin und langjährige Schauspielerin am Burgtheater Wien, Erika Pluhar, spricht aus, was offen kaum jemand in Österreich sagen will: «Das Blau (der FPÖ) ist im Grunde tiefbraun.»

Legende: Video Rechtsnational und stolz drauf abspielen. Laufzeit 9:54 Minuten.
Aus Rundschau vom 18.05.2016.

Im «Rundschau»-Interview sagt die 77-jährige Künstlerin, es tue ihr weh, sich ihres Landes schämen zu müssen. Grund ist, dass der aussichtsreichste Kandidat für die Bundespräsidenten-Wahl am kommenden Sonntag Mitglied der FPÖ ist. Die national-konservative Partei hat sich vor allem mit einer Anti-Flüchtlings-Politik profiliert. Ihr Kandidat Norbert Hofer gilt als sehr umstritten.

Erika Pluhar sagt: «Dieser Herr Hofer war selbst bei einer schlagenden Studentenverbindung. Das sieht jetzt nur etwas anders aus. Die Nazis hatten Stiefel und Uniformen. Jetzt sind es Manager, gut gekleidet mit Krawatte und etwas hoch geschnittenem Haar.»

Künstler wollen Hofer verhindern

Pluhar hofft, dass der unabhängige Gegenkandidat Alexander van der Bellen (ehemaliger Grüner) das Rennen machen wird. «Ich bin wirklich eine überzeugte Österreicherin», sagt sie. «Und ich hoffe, dass diese Zuneigung nicht grundlegend enttäuscht wird.»

Pluhar hat zusammen mit anderen Künstlern eine Petition unterschrieben, die den FPÖ-Politiker Norbert Hofer als Bundespräsident verhindern will.

Hofer mag die Schweizer Selbstbestimmung

Aber Hofer hat gute Aussichten, Bundespräsident von Österreich zu werden. Es wäre der erste Präsident aus den Reihen der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Hofer ist Anhänger der direkten Demokratie in der Schweiz.

Er plädiert dafür, dass sein Land dieses System übernimmt. Bei seinem Wahlkampf sagte Hofer: «In der Schweiz können die Leute selbst bestimmen. Sind denn die Österreicher weniger wert als die Schweizer? Nein, das sind sie nicht.» Hofer sagt, falls er gewählt würde, ginge seine erste Amtsreise nach Bern. «Das steht schon fest.»

Für den zweiten Wahlgang stehen nur noch Alexander van der Bellen und Norbert Hofer zur Auswahl. Beobachter erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

64 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Die Linken sind europaweit im Sinkflug und das aus gutem Grund. Man predigte jahrzehntelang den multikulturellen Gewinn für Europa und verharmloste dabei die fortschreitende Islamisierung auf dem ganzen Kontinent. Zu Tony Blair's Zeiten hielt ich mich in London auf und wunderte mich schon damals, wie hasserfüllte Islamisten im Hidepark ihre Botschaft an die Massen richten konnten. Zu lange haben wir uns durch eine falsche Toleranz ausnutzen lassen. Österreich hat nun die Chance dies zu ändern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ida Fischer (Ida Fiischer)
      Die sog. diffusen Aengste die die Menschen herumtreibt werden nicht ernst genommen. Schauen wir zurück wie das damals war als man die Immigranten als temporäre Arbeiter ins Land holte. Viele von ihnen blieben. Danach wurde den Menschen Multikulti als Bereicherung verkauft. Die sichtbaren Folgen sieht man heute in vielen Grossstädten. Nun sind es die Flüchtlinge in denen viele Politiker auch eine Lösung für eine schrumpfende Bevölkerung sehen. Alles Lüge oder geplante Umsiedlung in Europa?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Immer wenn jemand gewählt werden soll, der dem linken Spektrum nicht passt, werden alle möglichen, offenbar furchtbar bedeutenden intellektuellen Siebengescheiten in den Medien zitiert, die undifferenziert die Nazikeule schwingen und erklären, wie dümmlich doch andere Meinungen sind. Weiter so, haltet alle anderen für blöd. Sogar die Dummen durchschauen diese Taktik allmähich....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Roman Loser (Jessica)
    Warum verteufelt man die "roten" Regierungen nie so vorbehaltlos? Wenn auch die sogenannt "braunen" Diktaturen unsägliches Leid verursacht haben, wurden diese doch erwiesenermassen von den "roten" Regimes durch ihre Scheusslichkeiten weit übertroffen! Ich will beides nicht bagatellisiert haben , aber diese einseitige Gewichtung hat ja wohl einen ideologischen, aber nicht logischen Hintergrund !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @RL: Erst kürzlich gab es hier einen Sendebeitrag über Mao Tsetong's China und die Kulturrevolution. Die Verbrechen Mao's und seinem Pendant Stalin in Russland sind unermesslich. Millionen unschuldiger Menschen sind ihnen zum Opfer gefallen und doch erlebt gewissermassen Putin, der Stalin verehrt, eine Renaissance bei vielen im Westen. Nein, alle waren sie Diktatoren und Mörder, nur heute werden wir von einer Ideologie bedroht, die Menschen tötet, nur weil sie eine andere Religion haben!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen