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Affäre um Scheinbeschäftigung Ermittlungen gegen Fillon ausgeweitet

Der Kandidat der französischen Konservativen bei der Präsidentenwahl muss in der Scheinbeschäftigungsaffäre einen Rückschlag hinnehmen. Untersuchungsrichter sollen den Fall unter die Lupe nehmen.

Legende: Video Fillon im Visier der Justiz abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 25.02.2017.
  • Die französische Justiz hat die Ermittlungen gegen François Fillon ausgeweitet.
  • Der Fall wurde an drei Untersuchungsrichter übergeben. Diese kann entscheiden, ob er die Untersuchungen einstellt, ein formelles Ermittlungsverfahren gegen den Verdächtigen eröffnet oder den Fall direkt vor Gericht bringt.
  • Der Präsidentschaftskandidat der Konservativen soll seine Ehefrau jahrelang nur zum Schein angestellt haben.

Fillon hatte nach Enthüllungen der investigativen Satirezeitung «Le Canard Enchaîné» zugeben müssen, seine Ehefrau Penelope jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin bezahlt zu haben. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft lediglich in Vorermittlungen geprüft, ob die Beschäftigung von Penelope Filllon eine Scheinbeschäftigung gewesen sein könnte.

Legende: Video François Fillon: «Je regrette profondément» abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.02.2017.

Fillon betont dagegen, die Anstellung sei legal gewesen. Nach seinen Angaben geht es um Steuergelder in Höhe von rund 680'000 Euro nach Abzug der Sozialbeiträge.

Vor einer Woche hatte Fillon in einem Zeitungsinterview gesagt, er werde seinen Wahlkampf selbst dann fortsetzen, wenn die Justiz ihn in der Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau formal einer Straftat beschuldigen sollte. «Meine Entscheidung ist klar: Ich bin Kandidat und ich werde weitermachen bis zum Sieg», sagte der Bewerber des konservativ-bürgerlichen Lagers der Zeitung «Le Figaro».

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7 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Es ist schon merkwürdig, wie praktisch nur Rechtsbürgerliche aufgrund eventueller oder tatsächlicher "Fettnapftritte" akribisch genau bis in die hinterste und unterste Ecke unter die Lupe genommen werden, derweil mitte-linke Politiker gewöhnlich mit einem blauen Auge davonkommen, respektive deren "Untaten" unter den Tisch gewischt werden. .
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Fillon ist noch nicht am Ende, aber stark angeschlagen. Auch stehen in seiner Ecke (Partei) längst nicht mehr alle hinter ihm. Das ist ein fatales Signal an mögliche Wähler. Auch ein Kandidat in Rücklage kann gewinnen, wenn er die volle Unterstützung seiner Anhänger hat. Bei Fillon ist dies zur Zeit nicht der Fall. Es sind nur noch 8 Wochen bis zum 1. Wahlgang. Ermittlungen sind auch kein Anlass zu Zuversicht.
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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Die Franzosen sind wirklich nicht zu beneiden: Die Linken wollen sie nicht mehr, die Rechten trauen sie nicht mehr und Frau Le Pen? Ihre politische Verhaltensweise ist reines sektierisches Credo. Sollte sie einmal an die Macht kommen wird sie ihre Zähne zeigen und alles unterdrücken und ausmerzen was nicht in ihrem Sinn und Geist ist.
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