Zum Inhalt springen

International Erneut fast 3000 Flüchtlinge vor Libyen gerettet

Mehr als ein Dutzend Mal mussten Handelsschiffe und Marine allein am Montag im Mittelmeer Hilfe leisten, weil Notrufe von Flüchtlingsschiffen eingingen. Mehr als 2700 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Internationale Rettungskräfte haben in mehreren Einsätzen vor der libyschen Küste mehr als 2700 Migranten in Sicherheit gebracht.

Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden allein am Montag und in der Nacht auf Dienstag 18 Rettungsaktionen gezählt. An den Einsätzen waren mehrere internationale Handelsschiffe, Einsatzkräfte der europäischen Marine und der Frontex-Operation «Triton» beteiligt. Auch am Dienstag gingen Hilferufe von Flüchtlingsbooten in Not bei der Küstenwache ein.

60'000 Flüchtlinge nur in diesem Jahr

Besonders in den Sommermonaten bei gutem Wetter wagen viele Migranten von Afrika aus die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa. In diesem Jahr sind schon mehr als 60'000 Menschen an den italienischen Küsten angekommen.

Die meisten der Flüchtlinge gehen von Libyen aus auf die lebensgefährliche Fahrt in Richtung Europa. Die Europäische Union will nun verstärkt gegen die Schlepper vorgehen. Am Montag gaben die Aussenminister der Union grünes Licht für die erste Phase eines Marineeinsatzes im Mittelmeer. Mit U-Booten, Drohnen und Schiffen sollen die Boote der Schlepper ausfindig gemacht und zerstört werden.

Keine Betten in Österreich

In Österreich gibt es Engpässe bei der Unterbringung. Für rund 500 Flüchtlinge gibt es derzeit in der zentralen Aufnahmestelle bei Wien kein Bett. Die Menschen liegen in Wartesälen auf dem Boden, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Wien bestätigte. Weil einige Bundesländer ihre Aufnahmequote nicht erfüllten, sei es zum «Rückstau» gekommen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Margot Helmers, Bülach
    Wann diskutieren wir über die Ursachen? Forscher haben ermittelt, dass 147 Unternehmen mit ihren Tochtergesellschaften / Beteiligungen die Weltwirtschaft kontrollieren. Eine Oxfamstudie zeigt, dass 85 Familien soviel besitzen wie die ärmsten 3,5 Milliarden Menschen. Diese Gruppe kontrolliert die Medien, Finanzwesen, Politik. An verschiedenen Anlässen wie gerade am Bilderberger Treffen in Telfs, werden die entsprechenden Führungskräfte instruiert. Wer und wie, kann man leicht im Internet finden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die heutige Flüchtlings-Katasrophe hat mit Sicherheit seine Ursachen in komplett aus dem Ruder gelaufenen Wirtschafsstrukturen. Immer Wenigere teilen sich einen immer grösser werdenden Teil des gesamtgesellschaftlichen Wohlstandes. Und auch völlig aus dem Ruder gelaufenen Friedens- und Sicherheitspolitik, wo immer mehr auf die Macht der Gewehrläufe gesetzt wird, als auf die Macht der Verhandlungen und gegenseitigen Respekts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
      2) Ob im Irak, Syrien, Libyen oder jetzt im Jemen ( und auch der Ukraine, wo die Flüchtlingsströme noch nicht in Westeuropa angekommen sind sondern nach RUS weitergeleitet werden) spielen Waffen eine entscheidene Rolle. Es fehlt auch an Ehrlichkeit der Politik gegenüber den Menschen in den Aufnahmeländern und nicht zuletzt dadurch steigt der Widerstand gegen Flüchtlinge in den Bevölkerungen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
      2) Ob im Irak, Syrien, Libyen oder jetzt im Jemen ( und auch der Ukraine, wo die Flüchtlingsströme noch nicht in Westeuropa angekommen sind sondern nach RUS weitergeleitet werden) spielen Waffen eine entscheidene Rolle. Es fehlt auch an Ehrlichkeit der Politik gegenüber den Menschen in den Aufnahmeländern und nicht zuletzt dadurch steigt der Widerstand gegen Flüchtlinge in den Bevölkerungen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christoph Meier, Eriswil
    Das sind doch gar keine Flüchtlinge und Notrufe sind das auch nicht. Würde ich mich in ein Gummiboot aufs Meer wagen müsste ich die Rettungskosten zurückerstatten... Das Geschlechterverhältnis zeigt an, dass das keine Flüchtlinge sind. Wirtschaftsflüchtlinge sind oft die reicheren ihrer Gesellschaft. Die lassen sich einfach ein paar Kilometer vor der Küste "abholen" Sobald sie eine Wohnung haben, fangen sie an Ansprüche zu haben. Ja, einige bekommen sogar Starallüren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen