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International Erneut schwere Ausschreitungen in Brasilien

Wenige Wochen vor dem Anpfiff zur Fussball WM ist es in Brasilien zu weiteren tödliche Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Slumbewohnern gekommen. Auslöser war der Tod eines berühmten Tänzers. Dieser wurde angeblich von der Polizei zu Tode geprügelt.

Legende: Video Erneute Krawalle in Brasilien abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.04.2014.

In der Nähe der berühmten Copa Cabana in Rio de Janeiro haben sich Sicherheitskräfte und Slumbewohner schwere Strassenschlachten geliefert. Ein 27-Jähriger wurde dabei durch eine Kugel getötet.

Grund für die Auseinandersetzungen war der Tod eines Tänzers, den die Polizei angeblich für einen Drogendealer hielt und zu Tode prügelte. Zur Verzweiflung über den Tod des Tänzers mischte sich zusätzlich der Zorn auf die bevorstehende Fussball WM.

«Was ist das für eine Weltmeisterschaft, die vom Blut unschuldiger junger Menschen getränkt ist», klagte die Menschenrechtsaktivistin Daisy Carvalho. Der Anpfiff zum Turnier findet in sieben Wochen statt.

Idol für Slumbewohner

Der durch TV-Sendungen bekannte Tänzer Douglas Rafael da Silva Pereira war nach Darstellung von Freunden am Montag in eine Schiesserei zwischen Drogendealern und der Polizei geraten.

Daraufhin sei er in einen Kinderhort geflüchtet, sei jedoch aufgegriffen und zu Tode geschlagen worden. Die Polizei will jedoch Hinweise darauf haben, dass der 25-Jähirge bei einem Sturz ums Leben kam. Der junge Mann war ein Idol für viele Slumbewohner.

Als sich die Nachricht über den Tod des Mannes verbreitete. eskalierte die Lage im Slum. Einige Polizisten wurden in die Enge getrieben und verschanzten sich in einem Haus. Kurz darauf rückte die Spezialeinheit der Polizei Bop aus, worauf es zu Schiessereien und Ausschreitungen kam.

Trauriger Höhepunkt

Barrikaden aus Autoreifen gingen in Flammen auf, und Jugendliche bewarfen die Beamten mit Flaschen. Zwei Hauptstrassen entlang der Copa Cabana wurden stundenlang gesperrt.

Die Ausschreitungen sind ein erneuter, trauriger Höhepunkt der Proteste vor der WM. Bereits im vergangenen Jahr war es zu monatelangen und teils gewalttätigen Demonstrationen gegen die Milliardenausgaben für das bevorstehende Turnier gekommen. Denn ein Grossteil der brasilianischen Bevölkerung leidet unter Armut und Gewalt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Karl-Heinz Sägesser, Buochs
    Sehr geehrter Herr Hipp,entschuldigen sie mich, aber ich habe selten so einen Niveaulosen und kaltherzigen Kommentar gelesen ,wie sie da publizieren! Ein wenig mehr Menschlichkeit und Mitgefühl....
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  • Kommentar von Sven Hipp, Zürich
    In Brasilien sind schiesssereien an der Tagesordnung. Trotzdem kann eine WM nicht nur in der Schweiz oder anderen reichen Länder durchgeführt warden. Es kommt alles gut und die Grossanlässen dürfen auch in ärmeren Ländern durchgeführt warden.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Na dann warden wir mal ab, ob das alles gutgeht, im Namen des Königs Fussball.
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    2. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      @S.Hipp:Wo informieren sie sich denn? Etwa über den brasilianischen Sender "record"? Schiessereien gehören auch in Brasilien nicht zur Tagesordnung. Die ganze Sache geht viel tiefer. Die Politiker sind noch abgehobener als bei uns,viele sind äusserst korrupt. Derweil der Staat viele Milliarden für die Grossanlässe WM + Olympiade ausgibt vernachlässigt er das Gesundheitswesen, die Schulen und die Infrastruktur. Also keine Grossanlässe in solche Staaten. Geht alles zu Lasten der Bevölkerung.
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