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International Erschöpft und unterkühlt: 35 Menschen in Frachtcontainer entdeckt

Schrecklicher Fund im Hafen der englischen Stadt Tilbury. Arbeiter entdecken 35 Menschen in einem Container, darunter einen Toten. Die Flüchtlinge kämen vermutlich aus Afghanistan und seien Sikhs, teilt die Polizei mit.

Im Hafen von Tilbury in Essex ist ein Mann gestorben, der zusammen mit 34 Erwachsenen und Kindern in einem Frachtcontainer entdeckt worden war. Viele der Menschen seien stark dehydriert und unterkühlt gewesen, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte britischen Medien zufolge.

Legende: Video «Ermittlungen nach Container-Fund (unkomm.)» abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Vom 16.08.2014.

Der Container war nach ersten Ermittlungen am Freitagabend im belgischen Seebrügge auf eine Übernacht-Fähre geladen worden. Das Frachtschiff mit 64 Containern und weiterer Ladung an Bord traf am Samstag in Tilbury im Südosten Englands ein. Hafenarbeiter fanden die ausgemergelten Insassen und verständigten die Polizei.

Die mutmasslichen Flüchtlinge kommen vermutlich aus Afghanistan und gehören der religiösen Minderheit der Sikh an, teilte die Polizei der Grafschaft Essex mit.

Dreissig Menschen konnten das Spital am Sonntag wieder verlassen, darunter dreizehn Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren. Vier Flüchtlinge sollten eine zweite Nacht bleiben.

1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Pestalozzi, Zürich
    Eine schreckliche Tragödie, die viele Fragen aufwirft. Gibt es im internationalen Frachtverkehr Container, von denen niemand weiss, woher sie stammen, die also mit unbekanntem Inhalt aus dem Nichts auftauchen? Stellt unsere Spitzentechnologie keine Instrumente zur Verfügung, mit denen Container auf Lebewesen untersucht werden können? Falls nein, müssten diese Gefässe gelegentlich vollständig entleert und umgeladen werden. Die Schifffahrtsgesellschaft ist meiner Sicht haftbar.
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