Erste Anhörung der mutmasslichen Vergewaltiger vor Schnellgericht

Für fünf der mutmasslichen Täter hat die Verhandlung vor einem Schnellgericht in Neu Delhi begonnen. Wann der eigentliche Prozess beginnt, ist allerdings noch unklar.

Nach einer Gruppenvergewaltigung an einer jungen Frau in Indien stehen fünf mutmassliche Täter vor einem Schnellgericht. Die erste Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Brennende Kerzen erinnern an das Opfer einer Gruppenvergewaltigung in Indien.

Bildlegende: Eine Frau entzündet Kerzen in Erinnerung an das Opfer der Gruppenvergewaltigung. Keystone

Den Männern wird vorgeworfen, eine 23 Jahre alte Studentin Mitte Dezember in einem Bus entführt, vergewaltigt und mit einer Eisenstange tödlich verletzt zu haben. Sie starb zwei Wochen später an inneren Verletzungen.

Anwälte der Beschuldigten berichteten nach dem Ende der Anhörung, der Richter habe die Anklageschrift verlesen. Kommenden Donnerstag soll diese debattiert werden.

Männern droht Todesstrafe

Der Fall hatte national und international Anteilnahme und Proteste ausgelöst und eine Debatte über die Rolle der Frau in Indien losgetreten.

Der eigentliche Prozess beginnt erst, nachdem sich die Angeklagten für schuldig oder unschuldig erklärt haben. Zuvor haben die Verteidiger Gelegenheit, die Punkte der Anklageschrift vor Gericht infrage zu stellen. Ein Datum für den Prozessbeginn steht noch nicht fest.

Bei einem Schuldspruch droht den mutmasslichen Tätern die Todesstrafe. Ein sechster Beschuldigter wird sich vor einem Jugendgericht zu verantworten haben.