Zum Inhalt springen

Erste Gespräche seit 2016 Südkoreas Präsident stellt Treffen mit Kim Jong Un in Aussicht

Legende: Video Nordkorea schickt Delegation zu Olympia nach Südkorea abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.01.2018.
  • Ranghohe Vertreter Nordkoreas und Südkoreas sind erstmals seit zwei Jahren zu Gesprächen zusammengekommen.
  • Beide Seiten wollen auf militärischer Ebene Gespräche aufnehmen.
  • Südkoreas Präsident Moon Jae In will den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un treffen, falls die Bedingungen stimmen.
  • Nordkorea wird eine ranghohe Delegation und Sportler an die Olympischen Winterspiele nach Südkorea entsenden.

Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung beider Delegation hervor. Die Gespräche zwischen ranghohen Regierungsvertretern fanden in der demilitarisierten Zone statt. Auf das Atom-Thema angesprochen habe die Delegation Nordkoreas aber negativ reagiert.

Nordkorea kündigte zudem seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen an. Pjöngjang werde eine Delegation aus Athleten, Fans, Künstlern, Zuschauern, einem Taekwondo-Team und Journalisten entsenden. Südkorea verpflichtete sich, der Delegation die nötigen Annehmlichkeiten und Einrichtungen zur Verfügung zu stellen.

Inzwischen hat sich auch der südkoreanische Präsident Moon Jae In dazu bereit erklärt, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu treffen, wenn die Bedingungen stimmen, wie er sagte.

Falls die Gespräche konkrete Ergebnisse bringen würden, stimme er einem Treffen zu, erklärte Moon. Das Endziel sei, einen weiteren Krieg zu verhindern und eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu schaffen.

Nach monatelangem Hochschaukeln

Die Annäherung beider Seiten folgt auf Monate, in denen sich der Konflikt gefährlich zugespitzt hatte. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un versetzte die internationale Gemeinschaft mit Raketentests und dem bisher gewaltigsten Atomtest in Aufregung. Er verstiess damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen.

Zudem lieferte sich Kim einen verbalen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump, der wiederum Nordkorea mit der völligen Zerstörung drohte. All dies löste international die Sorge vor einem Atomkrieg aus.

Der Konflikt auf der seit 1953 geteilten Halbinsel hat sich in den vergangenen Monaten zugespitzt.

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Für Nordkorea ist eine Versöhnung und Dialog Überlebens wichtig. Das Land ist total verarmt. Ich glaube die sture Haltung von Kim Jon Un ist ein Hilferuf, damit man Nordkorea ernst nimmt. Die Staaten sollten nicht auf Konfrontation gehen, sondern den Volk helfen. Nur so werden sie überzeugt dass ihre Politik ein Irrweg ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marc Bühler (Capten Demokratie)
    Wenn der Südkoreanische Prädident von einem Nuklear freien Korea spricht meint er damit wohl nur denn Norden! Ich kann mir nicht Vorstellen das Südkorea sich einseitig vom US Amerikanischen Nukleraren Schutz entzihen wird. Die einzige Möglichkeit dies zu erreichen wäre wenn China oder Russland dass gleiche Bündnis mit dem Norden hätte wie die USA mit dem Süden. Neutrale Berichterstattung sollte auch mal zugunsten des Nordens sprechen. Neutral heisst auch, anderen nichts aufzuschwatzen zu wollen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Ein Friedensvertrag wäre sinnvoll, aber wohl erst möglich, wenn die USA abziehen aus Südkorea. Korea will Frieden, doch das ist für die USA geopolitisch nicht sinnvoll.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Das liegt bestimmt nicht an den Amerikanern..., genau das eben gar nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marc Bühler (Capten Demokratie)
      2005 gab es Verhandlungen die die USA abrachen! Der Norden hatte sich bereit erklärt ihr Atomwaffen Programm zu beenden wenn Amerika auf die Militärübungen verzichten würde und es einen Friedensvertrag geben würde! Damals hatten die Kims die Bombe noch nicht Einsatz bereit! China hatte dies Damals eingefädelt und auf den Norden druck ausgeübt, dafür wären sie unter Chinesischen schutz gekommen! Tja, Amerika braucht Destabilisation in der Region.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen