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International Erste Wahlrunde geht an Abdullah

Drei Wochen nach dem Urnengang hat Afghanistan noch keinen Nachfolger für Präsident Hamid Karsai. Keiner der Kandidaten schaffte die 50-Prozent-Hürde. Damit wird eine Stichwahl nötig. Beste Aussichten auf Erfolg hat der frühere Aussenminister Abdullah Abdullah.

Die afghanische Präsidentenwahl wird nach Einschätzung der Wahlkommission (IEC) in einer Stichwahl zwischen Spitzenreiter Abdullah Abdullah und dem Zweitplatzierten Aschraf Ghani entschieden.

Das sagte IEC-Chef Jusuf Nuristani bei der Verkündung des vorläufigen Wahlergebnisses in Kabul. «Aber das hängt von der Bewertung der Beschwerden nach den vorläufigen Ergebnissen ab.»

Nach den vorläufigen Angaben verfehlte Ex-Aussenminister Abdullah mit 44,9 Prozent klar die absolute Mehrheit. Der frühere Finanzminister Ghani kam demnach auf 31,5 Prozent.

Die Stichwahl ist nach Nuristanis Angaben nun für den 7. Juni geplant. Am 14. Mai will die IEC ein amtliches Endergebnis vorlegen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Afghanistan bleibt auch nach dieser Wahl ein failed state. Die Korruption blüht und verschiedene Warlords haben sich Afghanistan unter sich aufgeteilt. Ein sicheres Leben mit klaren Richtlinien und einer unabhängigen Justiz ist nicht möglich. Frauen werden noch immer unterdrückt und die Taliban kämpfen sich durchs Land. Ökonomisch und ideologisch ist Afghanistan mit Europa zur Zeit des Mittelalters zu vergleichen.
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