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International Erster Republikaner steigt aufs Kandidatenkarussell

Der texanische Senator Ted Cruz hat als erster Republikaner seine Kandidatur für das Präsidentenamt bei den US-Wahlen im kommenden Jahr bekanntgegeben. Der 44-Jährige gab seinen Entscheid viaTwitter bekannt – laut Experten ein unüblicher Kanal für solche Ankündigungen.

Legende: Video Der Wahlkampf in den USA ist eröffnet abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.03.2015.

Der erzkonservative US-Senator Ted Cruz hat als erster Republikaner offiziell seine Kandidatur für das Präsidentenamt bei den Wahlen im November 2016 bekanntgegeben. Der 44-Jährige kündigte dies via Kurzmitteilungsdienst Twitter an.

«Ich kandidiere für das Präsidentenamt und hoffe, Ihr Vertrauen zu gewinnen!» schrieb Cruz. Gleichzeitig veröffentlichte er ein 30 Sekunden langes Video, in dem Cruz davon spricht, Amerika wieder zu «alter Grösse» zu führen. Im Laufe des Montags wollte der Senator eine Rede in der christlichen Liberty University in Lynchburg (Virginia) halten.

Gegenentwurf zu Obama

Cruz gilt als erbitterter Gegner der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama. Als Senats-Neuling sorgte er 2013 in einer Debatte zur Reform für Schlagzeilen – mit einer Dauerrede. Sie dauerte fast 22 Stunden. Im Kräftemessen mit Obamas Demokraten galt Cruz als treibende Kraft hinter einer mehrwöchigen Schliessung von Regierungsbehörden. Der Sohn eines Kubaners und einer Amerikanerin ist ehemaliger Generalstaatsanwalt von Texas. Er studierte Jura an den Eliteunis Harvard und Princeton.

Dass der junge Senator erster Präsidentenkandidat seiner Partei wird, hat aus Sicht von US-Medien vor allem taktische Gründe. Cruz wolle bereits früh die Aufmerksamkeit von Anhängern des rechten Flügels der Republikaner gewinnen, weil er mit Kandidaturen weiterer konservativer Politiker seiner Partei rechne, schreibt die «New York Times».

Zahlreiche mögliche Bewerber

Mehr als ein Dutzend Republikaner zeigen laut Medienberichten Interesse, im Januar 2017 die Nachfolge von US-Präsident Barack Obama anzutreten. Obama kann nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren.

Zu den wahrscheinlichen Herausforderern von Cruz im Vorwahlkampf der Republikaner gehören unter anderem Wisconsins Gouverneur Scott Walker und der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sowie der ehemalige Gouverneur von Florida und Bruder von George W. Bush, Jeb Bush.

Die Demokraten geben sich noch bedeckt

Auch Rand Paul, der radikale rechte Querdenker, der Kentucky als Senator vertritt, sowie Floridas Senator Marco Rubio gelten als Interessenten. Mitt Romney, der zweimal ohne Erfolg für die Republikaner antrat, hat dagegen abgewunken.

Bei den Demokraten gilt die ehemalige Aussenministerin Hillary Clinton, die sich noch nicht öffentlich erklärt hat, als aussichtsreichste Kandidaten für das Präsidentenamt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von c.jaschko, Bern
    Schon wieder ein Cowboy , oh je :-)
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  • Kommentar von Benedikt Walchli, Philippines
    "Erzkonservative"?.....aber seine Ansichten scheinen mir ziemlich dem gesunden Menschenverstand zu entspringen. Könnte es sein das WIR alle über die letzten 50 Jahre einen ziemlichen "Links-Rutsch" durchgemacht haben? Durch diese Brille gesehen erscheint dann natürlich vieles sehr rechtslastig!
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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Ja klar Herr Cruz die Erde ist eine Scheibe, in sechs Tagen erschaffen. Die eigenen Töchter Jungfrauen weil Papa mit der Flinte auf der Lauer liegt und Sohnemann tobt sich im Nahen Osten aus. Das kann ja heiter werden.
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    1. Antwort von Inge Ross, 3153 Rüschegg
      Obama wurde das Regieren schwer gemacht, wie keinem anderen. George W. Bush wurde 2x gewählt... Denke, wenn Amerika Herrn Cruz wählt, hat es keinen besseren verdient. Zum Rassismus: Die Afrikaner wurden GEKIDNAPPT und nach Amerika auf Sklavenschiffen ENTFÜHRT - und nun wundert man sich, bzw. erträgt es nicht, dass sie da sind. :-((
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Allen demokratischen Präsidenten wird das Regieren von den Republikanern schwer gemacht. Diese sind die Kriegstreiber, waren die Sklavenhalter & Republikaner gehören auch dem K. K.- Clan an, welcher heute noch in ihren Ritualen Schwarze bestialisch ermorden. Republikaner = die Waffen-Lobby in Amerika usw. usw. Gott bewahre uns vor diesen Barbaren.
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