Zum Inhalt springen

International EU macht Albanien zum Beitrittskandidaten

Statuswechsel für Albanien. Eines der ärmsten Länder Europas wird Beitrittskandidat der EU. Die EU würdigt die Reformen von Albanien. Das Nato-Mitglied mit drei Millionen Einwohnern muss aber noch einige Bedingungen erfüllen. Bis zur Aufnahme des Landes in die EU können daher noch Jahre vergehen.

Europäiische Flagge im Vordergrund, im Hintergrund einen Mann auf einem Esel.
Legende: Albanien will in die EU, doch noch hat das Land einen langen Weg vor sich. Keystone

Albanien ist jetzt ein offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union. Die Europaminister der EU sprachen Albanien den Kandidatenstatus zu. Sie forderten aber weitere Reformen vom Land, vor allem in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung sowie Unabhängigkeit von Medien und Justiz.

Die Entscheidung sei «eine Anerkennung bisheriger Reformanstrengungen», aber auch eine «Ermunterung zu mehr Reformen», erklärte EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Ginge es nach Albanien, dürfte das Prozedere schneller gehen. Doch der deutsche Aussen-Staatsminister Michael Roth (SPD) betont: «Es gibt überhaupt keinen Automatismus, das ist jetzt kein Selbstläufer.» In der Vergangenheit habe es sich bewährt, Balkanstaaten eine klare Beitrittsperspektive zu geben und damit demokratische Veränderungen zu bewirken.

Die Reformen in Albanien sind jedoch erst auf Druck der EU zustande gekommen. Diese hat den beiden verfeindeten politischen Parteien 2012 eine Beitrittskandidatur in Aussicht gestellt, wenn sie wieder konstruktiv zusammenarbeiten. Nach den Wahlen von 2009 haben die oppositionellen Sozialisten das Parlament boykottiert. Jeglicher Dialog wurde darauf hin abgebrochen.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hubert Höxter, Bern
    Wenn das den Entscheidungsträgen im Verhältnis zu dem metaphysischen Entwicklungsstand zu gut geht, verlieren diese den Boden unter den Füssen. Daraus resultieren dann auch irrationale politische Entscheidungen die aber nicht per se der Grund für die Folgen sein können, sondern selbst eine Folge des Grundes sind. Angekommen - und herzlich willkommen in der Realität ! Eins ist sicher, ein Novum mit einer erfolgreichen Diät....... Albanien, Leben im Paradies Ironie off
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kohler, Thurgau
    Wer will noch in die EU? Albanien, die Ukraine, die SP, die Grünen und sonst noch ein paar EU Turbos!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Beitrittskandidat heisst für mich, dass soweit alles in Ordnung, oder auf bestem Weg ist - somit sicher keine Asylanträge von dort mehr akzeptieren. Man kann nun wieder nach Hause fahren, Gefahr vorbei.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen