EU meldet Durchbruch im Kosovo-Konflikt

Seit der Unabhängigkeit von Kosovo gibt es Streit um die Frage, wie die serbische Minderheit in Kosovo behandelt werden soll. Nun wurde in zwei Bereichen ein Kompromiss erreicht. Diese sind Tor für die EU-Beitrittsverhandlungen für Serbien im kommenden Januar.

Catherine Ashton am Verhandlungstisch mit den Regierungschefs von Serbien und Kosovo.

Bildlegende: Catherine Ashton am Verhandlungstisch mit den Regierungschefs von Serbien und Kosovo. Keystone

Serbien und Kosovo haben sich auf einen Kompromiss in den Bereichen Telekom und Energie geeinigt, wie die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton am Sonntagabend in Brüssel mitteilte. Sie hatte stundenlang mit dem Regierungschef Serbiens, Ivica Dacic, und dessen Kosovo-Amtskollegen Hashim Thaci verhandelt.
Einzelheiten nannte sie nicht.

Der jetzt gefundene Kompromiss soll die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen für Serbien im kommenden Januar ermöglichen. Die EU-Spitze will darüber im Dezember entscheiden.

Kosovo hatte sich 2008 für unabhängig erklärt. Seither gibt es Streit um die Frage, wie die serbische Minderheit in Kosovo behandelt werden soll. Serbien erkennt ausserdem die Unabhängigkeit seiner früheren Provinz nicht an. Kosovo ist aber inzwischen von mehr als 100 Staaten völkerrechtlich anerkannt worden.