Zum Inhalt springen
Inhalt

International EU verbietet Tierversuche im Namen der Schönheit

An Tieren getestete Kosmetika sind ab sofort in der EU verboten. Der Bann betrifft nicht nur den Export, sondern auch den Import aus Nicht-EU-Staaten wie der Schweiz. Hier werden Tierversuche nur sehr selten erlaubt. Gegen die Übernahme der EU-Richtlinine spricht deshalb wenig.

Eine Maus auf einem Handschuh.
Legende: Das Leiden für den Menschen soll in der EU endgültig vorbei sein. Keystone

Die EU-Kommission hat ein unmissverständliches Verbot ausgesprochen. Ab sofort dürfen weder an Tieren getestete Kosmetika exportiert, noch imporiert werden. 

Bisher gab es Ausnahmen für solche Mittel, die auf besonders komplizierte Nebenwirkungen hin erprobt wurden. Tierversuche mit fertigen Schönheits- und Pflegemitteln sind in der EU schon seit 2004 verboten. Seit 2009 dürfen auch einzelne Inhaltsstoffe nicht mehr an Tieren getestet werden.

Schweiz wird nachziehen

In der Schweiz sind Tierversuche für Kosmetika zwar erlaubt, werden in der Praxis aber kaum noch zugelassen. Die Hürden sind hoch: Die kantonale Tierschutzkommission muss jeden Versuch bewilligen. Entschieden wird, ob ein Tierversuch überhaupt zweckmässig ist. «In den letzten 13 Jahren wurde nur ein Versuch zugelassen», erklärt Regula Kennel vom Bundesamt für Veterinärwesen. 2011 sei im Kanton Basel-Land ein UV-Filter einer Sonnencreme an Ratten getestet worden.

Für Kennel steht fest, dass die Schweiz die EU-Richtlinie erfüllen wird. «In der Praxis ändert sich nicht sehr viel, das Verbot gilt heute faktisch auf freiwilliger Basis.»

Versuche nicht ganz verboten

Trotz des Verbots werden Kosmetika in der EU weiterhin in Teilen auf Tierversuchen beruhen. Das Verbot gilt nur für Inhaltsstoffe, die ausschliesslich in Schönheits- und Pflegemitteln enthalten sind. Tests für alle anderen Stoffe fallen unter das Chemikalienrecht, das Tierversuche zulässt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Und wie das mit Botox? Das wird ja leider auch an Tieren getestet - nicht etwa zur Forschung, nein - jede einzelne Dosis, bevor sie in den Verkauf kommt wird getestet. Ungeheuerlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Tierfreier,zuverlässigerer Test gäbe es längst,nur gibt,fern jegl.Ethik,die US-Firma Allergan die Lizenz nicht frei,da sie Abermio in die Entwicklung dieses Tests investierte.So forscht man da+dort,das kann Jahre dauern,derweil jedes Jahr billige MioTiere einen tagelangen,qualvollen Erstickungstod erleiden müssen für eine vermeintl.Verjüngungskur vieler Leute,die danach nicht nur maskiert aussehen (Berlusconi),sondern,wie man geflissentlich verschweigt,auch ihr eigenes Leben riskieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Tierversuche für Kosmetika sollten überhaupt verboten werden,nicht nur In-+Export. Haarsträubend charakterlos finde ich aber bes.die Importzulassung von Dingen,spez. tier.Produkten,die hier so nicht hätten hergestellt werden dürfen.Stopfleber,Froschschenkel,Halalfleisch,Geflügel-,Rinds-,Schweinefleisch uam aus Massenquälhaltungen/-zuchten,Schlangenleder,Pelze usw.usf!Dies zu bewilligen,zeugt nicht von Rückgrat,beweist einmal mehr,dass Wirtschaft+Religionen über unserem Gesetz stehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Auch aus der EU kommt etwas Gutes, manchmal!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen