EU verurteilt Terroanschläge im Libanon

Der UNO-Sicherheitsrat spricht bei den Autobombenanschlägen in der nordlibanesischen Stadt Tripoli von "Terrorakten". Bei den zwei Explosionen verloren am Freitag mindestens 42 Menschen ihr Leben.

Bagger und zerstörtes Auto vor rauchigem Himmel.

Bildlegende: Die Szenerie aus Tripoli wirkt apokalyptisch. Keystone

Die erste Explosion ereignete sich in einem überwiegend von Sunniten bewohnten Stadtteil von Tripoli, wo Betende gerade eine Moschee verliessen. Ein zweiter Sprengsatz detonierte in der Nähe einer Moschee im Stadtviertel Al-Mina. Der Doppelanschlag ist der schwerste seit dem Ende des libanesischen Bürgerkriegs 1990.

Ein Reporter berichtete von Leichen in mehreren ausgebrannten Autos. Über der Stadt waren schwarze Rauchwolken zu sehen. Eine Explosion ereignete sich bei der Wohnung des scheidenden Regierungschefs Nadschib Mikati. Die zweite Explosion erfolgte in der Nähe der Wohnung des ehemaligen Polizeichefs Aschra Rifi.

Der UNO-Sicherheitsrat hat die Anschläge scharf verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die 15 Mitgliedstaaten des höchsten UNO-Gremiums die Attacken als Terrorakte. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Anschläge und rief alle Libanesen auf, vereint zu bleiben und den Sicherheitskräften zu helfen, Ruhe und Ordnung im Land zu bewahren.

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Syrienkonflikt im Libanon spürbar

1:23 min, aus Tagesschau am Mittag vom 24.8.2013

Syrien-Konflikt heizt Stimmung an

Spannungen zwischen Religionsgruppen wurden in den vergangenen Monaten durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien geschürt. Die syrischen Rebellen sind zumeist Sunniten. Dagegen werden die Regierungstruppen von Kämpfern der libanesischen radikal-islamischen Hisbollah unterstützt. Erst vor einer Woche starben 24 Menschen, als eine Autobombe in einem Vorort der Hauptstadt Beirut explodierte.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Explosionen zur Gebetszeit im Libanon

    Aus Tagesschau vom 23.8.2013

    Bei zwei Bombenanschlägen in der libanesischen Stadt Tripoli werden Dutzende Menschen getötet. Hunderte weitere sind verletzt. Die Anschläge ereigneten sich zum Ende der Freitagsgebete in der Nähe von zwei sunnitischen Moscheen.