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Nach Dieselskandal EU will Abgastests für Autos verschärfen

Der Abgasskandal von VW hat Folgen in der Gesetzgebung.

Legende: Audio Nationale Zulassungsstellen sollen besser überprüft werden abspielen.
1:12 min, aus Heute um Vier vom 29.05.2017.
  • Die EU will mehr Einfluss in der Überwachung der Abgasnormen ausüben als bisher.
  • Mit Bussen von bis zu 30‘000 Euro pro Fahrzeug sowie einer besseren Kontrolle der Abgas-Tests, will die EU die Missbräuche in der Autobranche bekämpfen.
  • Bevor die neuen Regeln in Kraft treten muss noch das EU-Parlament darüber befinden.

Weiter haben sich die Industrieminister der 28 EU-Staaten darauf geeinigt, dass auch bereits zugelassene Modelle besser überprüft werden sollen. So soll mindestens ein Fahrzeug von 50‘000 bereits zugelassenen Autos überprüft werden. Die EU will grundsätzlich mehr Einfluss in der Überwachung der Abgasnormen ausüben als bisher.

Bisher nationale Behörden zuständig

Bisher waren für die Zulassung von Fahrzeugen ausschliesslich die nationalen Behörden der einzelnen EU-Staaten zuständig. Diese nationalen Zulassungsstellen sollen nun besser überprüft werden, damit die Vorschriften auch wirklich umgesetzt werden.

Die EU hat bereits mehrere Verfahren gegen Länder wie Deutschland und Grossbritannien eingeleitet, weil dort die Verstösse bei Abgastests zu wenig energisch bekämpft worden sind.

EU soll direkt Bussen verhängen

Verstösst ein Auto-Hersteller gegen rechtliche Verpflichtungen, müssen die nationalen Behörden aktiv werden – zum Beispiel durch Rückrufe oder Sanktionen. Die neuen Regeln sehen vor, dass neu auch die EU direkt Bussen verhängen kann.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Dabei wusste die Politik und die Industrie schon seit Jahren, dass die Werte nur auf dem Prüfstand und nicht in der Praxis zustande kamen. Der ADAC hat dies immer wieder erwähnt und nachgemessen, ohne jegliche Reaktion seitens der Politiker. Mauscheln und Vetternwirtschaft, auch jenseits der schweizer Grenze.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber die Autolobby ist halt bei der Bundesregierung sehr stark vertreten & die Autoindustrie ist das Lieblingskind, weil sie der einzige starke Wirtschaftsmotor im Lande sind & viele kleinere Unternehmen profitieren auch davon. Ohne Autoindustrie wäre Deutschland nie so erfolgreich. Also schaut man seinem stärksten Gaul halt nicht ins Maul.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Hahaha....!
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  • Kommentar von Sandro Bachmann (S. Bachmann)
    Die EU-Dilettanten verstecken sich wieder einmal mehr feige und verlogen hinter neuen Auflagen und daraus resultierenden Gesetzen und Verboten. Die Weltbevölkerung nimmt täglich um rund 200000 (Zweihunderttausend!!!) Menschen zu, was anscheinend kein Grund zur Besorgnis darstellt. Elektroautos werden es schon richten, da es zum grossen Glück ja vegane Bio-Akkus gibt, welche für die Umwelt absolut kein Problem darstellen. Darauf eine Runde neue Smartphone's für alle. Sehr zum Wohl...
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