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International EU will Hilfskonvoi nach Aleppo schicken

Die Europäische Union will die Menschenrechtslage in Aleppo nicht mehr weiter hinnehmen. Deshalb plant Brüssel, einen Hilfskonvoi in die syrische Wirtschaftsmetropole zu entsenden. Doch dieses Vorhaben dürfte sich als schwierig erweisen.

Ein Vater trägt seine Tochter durch die Trümmer der Stadt Aleppo.
Legende: In der beinahe vollständig zerbombten Stadt Aleppo leben nach wie vor Tausende Zivilisten – darunter auch Kinder. Keystone

Angesichts der katastrophalen Menschenrechtslage im syrischen Aleppo hat die EU eine «humanitäre Soforthilfe» gestartet. Wie die EU-Kommission mitteilte, stellt sie 25 Millionen Euro für einen Hilfskonvoi zu Verfügung.

Dieser Hilfstransport soll unter anderem Nahrungsmittel, Wasser und Medizin nach Aleppo und in andere Krisengebiete bringen. Die EU wolle in Zusammenarbeit mit der UNO «lebensrettende Unterstützung für die Zivilisten» in den von den syrischen Rebellen kontrollierten Ostteil Aleppos bringen, erklärte die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini und der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides.

Gleichzeitig sollen Verletzte und Kranke aus den Rebellenvierteln zur Behandlung evakuiert werden – insbesondere Frauen, Kinder und Ältere.

EU appelliert an Kriegsparteien

Die EU rief die Konfliktparteien gleichzeitig dazu auf, die nötige Erlaubnis für die Hilfen zu gewähren. Sie werde «in den nächsten Stunden und Tagen intensiv» darauf hinarbeiten. Für die Hilfslieferungen und Evakuierungen sollen demnach allein die humanitären Organisationen zuständig sein.

Rund 250'000 Menschen sind seit einer neuen Offensive der syrischen Armee im Ostteil Aleppos eingeschlossen. Sie sind täglichen syrischen und russischen Luftangriffen ausgesetzt, dabei wurden auch immer wieder Spitäler getroffen. Der UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien sagte am Sonntag, die Menschen im belagerten Teil der einstigen syrischen Wirtschaftsmetropole seien einer unvorstellbaren «Grausamkeit» ausgesetzt.

Schulbeginn im Bombenhagel

Während dem Bombenhagel hat für viele Kinder in Aleppo das neue Schuljahr begonnen. Allerdings besuchten nur wenige Kinder den Unterricht. Demnach können laut dem britischen «Telegraph» lediglich sechs Prozent der rund 100‘000 Kinder zur Schule gehen. Das Blatt stützt seine Zahlen auf Informationen der Hilfsorganisation «Save the Children».

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12 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Irritierend ist, dass viele Länder, u. a. auch aus der EU jetzt nach Ende der Sanktionen gegen den Iran, dort hoffen, gute Geschäfte zu machen. Gabriel aus D. war grad diese Tage dort. Der Iran aber ein Verbündeter von Assad & den Russen ist, kommt man zum Schluss: Wenn es um gute Geschäfte geht, ist das "Unkraut" dann plötzlich ein Heilkräutchen für kränkliche Wirtschaften.
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  • Kommentar von Thomas Leu (tleu)
    Die EU soll endlich in die Hosen und Verantwortung für den Vorhof von Europa übernehmen. Eine internationale Truppe muss dem Hilfskonvoi vorausgeschickt werden. Diese muss erst die Sicherheit wiederherstellen und halten, sonst wird das ein weiteres Debakel und das Leiden der Bevölkerung und die Flüchtlingsströme nehmen kein Ende bis der letzte in Syrien die Lichter löscht.
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  • Kommentar von Shankara Acharya (Shankara)
    Wie maximal geheuchelt ist das denn - auf der einen Seite wird zusammen mit den USA die ISIS aufgebaut und unterstützt, auf der anderen Seite schickt man Hilfskonvois, die genau die Bevölkerung, die von der ISIS terrorisiert wird, "helfen" soll?! -Der Westen ist die Mutter aller Heuchelei!
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