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International Euro-Zone: Mehr Arbeitslose denn je

Trauriger Rekord: Im Euroraum ist die Zahl der Arbeitslosen so hoch wie noch nie. Besonders die Jungen leiden unter dem Job-Abbau. Und die Zukunft? Die EU-Kommission prognostiziert nichts Gutes.

Menschlange vor dem Arbeitsamt in Madrid.
Legende: Menschenschlange vor dem Arbeitsamt in Madrid. Über sechs Millionen Spanier sind arbeitslos. Reuters

Die Rezession im Euroraum fordert ihren Tribut. Von Februar auf März verloren 62‘000 Menschen ihren Job. Dies gab das europäische Statistikamt Eurostat bekannt.

In den 17 Euro-Ländern sind damit 19,2 Millionen Männer und Frauen arbeitslos – gut 1,7 Millionen mehr als im März 2012. Die Arbeitslosenquote beträgt damit hohe 12,1 Prozent. Bei der Quote sind die jahreszeitlichen Schwankungen einberechnet.

Auffällig ist die Kluft im Währungsraum: Österreich weist mit 4,7 Prozent die niedrigste Quote auf. Damit ist Österreich noch vor Deutschland (5,4 Prozent). Griechenland hingegen hat eine Quote von 27,2 Prozent.

Ungewisse Zukunft

Besonders die Jungen im Euroraum sind betroffen. Binnen Jahresfrist kletterte die Quote von 22,5 auf 24,0 Prozent.

Grund für die vielen Arbeitslosen ist die Wirtschaftskrise in der Währungsunion. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr um 0,3 Prozent sinken, schon zum zweiten Mal in Folge. Besonders düster sind die Prognosen für Griechenland, Spanien und Italien.

Legende: Video Boom an der Börse trotz Stagnation abspielen. Laufzeit 3:21 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.04.2013.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Tja, man kann nicht mit gemeinsamer Währung nationale Steuer-, Wirtschafts- und Währungspolitik machen. Das haben viele ExpertenInnen von Anfang an kritisiert. Bezahlen tun es Arbeitslose, Angehörige der unteren Schichten. Profitieren tun ... muss das noch hinzugefügt werden? Banken, Bankiers, Unternehmen, BörsenspekulantenInnen, Reiche, Reiche, Reiche, Reiche ... und schweizer Reiche profotieren: 30 Mrd mehr in einem Jahr für die 100 reichsten SchweizerInnen!
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      Ihr Kommentar ist sehr interessant. In mind. der Hälfte der Staaten waren bei der Einführung des EURO sozialistische oder sozialdemokr. Regierungen an der Macht. Nach Ihrem Verständnis sind also die Reg. verantwortlich, dass Banken, Bankiers, Unternehmen, Börsenspekulanten u. Reiche immer reicher wurden.... Die Regierungen u. EZB sind verantw. für die Emmissionen der EURO-Bonds, welche die Banken, dank der damal. Reputation der EU in den Verkehr brachten u. somit im Sinne der EU handelten.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Kommt bei uns auch... und der Druck wird auch von den Einwanderern, den Gewollten wie den Ungewollten immer groesser auf die einheimische Bevoelkerung.. Schwyzer, mach d'Auge uuf!
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Und wieder ein weiterer Beweis dafuer, dass es so nicht geht in der EU und in der Eurozone. Die EU bekommt dies nicht unter Kontrolle, und dank der Eurozone gibt es immer einen groesseren Spalt zwischen Arm und Reich. Durch die EU und dem Euro kam es schlussendlich zu den Arbeitlosen, den wenn alles so Teuer ist, und die Gesetzte entsprechend gemacht sind, lohnt es sich fuer JEDE Firma, Billig Arbeitskraefte zu beschaeftigen, und die eigenen zu legal Kuendigen. Ich habe 2x Pers. Erfahrung damit.
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Die EU-Arbeitslosen sind in erster Linie das Ergebnis von der Globalisierung und Liberalisierung. Wenn sie in Asien gleichwertige Produkte bedeutend billiger herstellen können dann produzieren sie eben in Asien. Das es auch anders geht beweisen die deutschen Hersteller von Premium-Fahrzeugen mit dem Vorsprung durchn Technik.. Aber es wird immer schwieriger für Europa.Mit oder ohne EU.
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      Man hätte die div. Volkswirtschaften m. den versch. Voraussetzungen, Startbed. und Mentalitäten nie so rasch unter das Dach des EUROS zwingen dürfen. Das war u. ist der grosse Fehler der Euro-gläubigen Politiker v. links b. rechst vom Nordpolarmeer bis Malta. Diese EU-interne Krise wird verschäft durch den mörderischen Konkurrenz-Druck von Fernost u. andern Billiglohnländern. Je länger man in Brüssel versucht mit einer EURO-Schwemme der Lage Herr zu werden, desto grösser wird der soziale Knall.
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    3. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      Es gibt in der Schweiz noch viele solche Leute die meinen, einfältig oder bösartig, ich weiß es nicht, dass aus Brüssel von der EU Ukas kommen nach der sich die 27 Mitgliedstaaten unterwürfigst zu richten haben. Dem ist natürlich nicht so, jedes Land ist souverän genug, um eigenverantwortlich handeln zu können. Jeder ist so seines Glückes eigener Schmied. EU-Beschlüsse kommen nur einstimmig zustande.Wer will kann auch die EU oder € wieder verlassen.Wüsste nicht wer das wirklich will
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