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International Europarat kritisiert Flüchtlingspolitik und Rassismus in Ungarn

Hasstiraden gegen Einwanderer, Flüchtlinge, Roma, Juden und gegen Homosexuelle beschränken sich in Ungarn offenbar nicht nur auf die rechtsextreme Partei Jobbik. Sie sind gang und gäbe.

Flaggen vor dem Gebäude des Europaparlaments in Strassburg.
Legende: Wegen Flüchtlingspolitik und Rassismus: Kritik des Europarats an Ungarn Keystone

Der Europarat kritisiert Ungarn wegen seines Umgangs mit Flüchtlingen und Minderheiten. Öffentliche rassistische Hetze sei in Ungarn nicht nur auf die rechtsextreme Partei Jobbik beschränkt, stellt der zuständige Ausschuss gegen Rassismus und Intoleranz in seinem Bericht fest. Die Regierung Ungarns weist die Vorwürfe zurück.

Als Beispiel dafür, dass die Hasstiraden im «gesamten politischen Spektrum» vertreten seien, wird im Bericht der Fall eines prominenten Journalisten genannt, welcher der Regierungspartei Fidesz angehört. 2013 hatte er in einem Artikel Roma und Sinti als «Tiere» bezeichnet, die «nicht existieren dürften». Besorgt äussert sich die Kommission auch zu den Lebensbedingungen der Roma und Sinti. Viele Roma-Kinder würden in der Schule diskriminiert. Die Erwachsenen seien auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt.

Kritisch äussert sich die Kommission auch zum Umgang mit Asylbewerbern. Laut dem Bericht lebt in Ungarn jeder fünfte Flüchtling in einem geschlossenen Lager. Lob gibt es für Ungarns Bemühungen eine offenere Einstellung gegenüber Migranten, sowie den Multikulturalismus zu fördern.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von olga frick, triesen
    Herr R.Graf ich finde ihren Kommentar sehr belustigen.denn ich bin selber ausländerin .seit sehr vielen Jahren hier .hatte nie Probleme weil wir uns angepasst haben .ich sehe aber viele Ausländer hier die einfach keine Lust haben sich anzupassen .und sich dass recht nehmen uns rassisten zu nennen .oder die Frauen alle als huren zu sehen.diese Kultur bin ich nicht bereit zuzuwilligen .Sehen sie wie Rassismus entstehen kann ?
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    1. Antwort von R.Graf, SO
      Frau Frick, ich kenne viele Ausländer die sich anpassen, aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Familiennamens jedoch regelmässig mit Rassismus konfrontiert werden. Der Punkt ist doch, dass ein Mensch nach seinen Taten und nicht aufgrund seiner Hautfarbe oder Nationalität beurteilt werden soll und dies kommt sehr oft vor. Wer sich nicht anpasst, soll dementsprechend behandelt werden, umgekehrt aber genauso.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Anscheinend suchen Flüchtlinge sich nicht einfach ein sicheres Land in ihrer Nachbarschaft aus. Wer z. B. aus dem Mittleren Osten oder aus Afrika kommt, dem stehen dank der rigiden Einwanderungspolitik der USA, Kanada und Australien nur noch die wohlhabenden Länder Europas zur Verfügung.
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    1. Antwort von Sandro Baumgartner, Zürich
      So ein quatsch, die größte diaspora von Afrikanern/Südostasiaten ist in den USA,Kanada,Frankreich,Großbritannien.
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  • Kommentar von Jürg Sand, Zürich
    Das Lob am Schluss sagt mehr aus als die Anschuldigungen. Mit solch einer Grundhaltung wird der illegalen Migration das Tor nach Europa weit geöffnet. Man braucht kein Hellseher zu sein, um vorauszusagen, dass sich genau hier die Risslinie zwischen Ost- und Westeuropa entwickelt. Solange die ganzen selbstverschuldeten Probleme der Westen trägt nicken alle, aber wehe!
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