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Europawahlen Europawahl 2014 – die Resultate

Konservative vorn, Sozialdemokraten knapp dahinter, extreme Rechte gestärkt: Nach der Europawahl in 28 Ländern bleibt das Rennen um den Brüsseler Chefposten vorerst offen.

Legende:
Sitzverteilung im Europäischen Parlament 2014 Vorläufige Ergebnisse der Europawahlen 19.06.2014. Jede politische Gruppe (Fraktion) muss sich aus mindestens 25 Parlamentsmitgliedern aus mindestens 7 verschiedenen Mitgliedstaaten zusammensetzen. Vorbehaltlich der Zusammensetzung des Parlaments bei der Eröffnungssitzung am 1. Juli 2014. Europäisches Parlament

Aus der Europawahl in 28 Ländern ist Prognosen zufolge die konservative Europäische Volkspartei (EVP) als stärkste Kraft hervorgegangen. Allerdings schrumpfte der Vorsprung der Christdemokraten auf die europäischen Sozialdemokraten. Nach der jahrelangen Eurokrise legten zugleich rechtsorientierte und populistische Parteien stark zu.

Legende: Video «Tagesschau Spezial» zur Europawahl abspielen. Laufzeit 20:00 Minuten.
Aus Tagesschau Spezial vom 25.05.2014.

Die EVP errang 28,1 Prozent der Stimmen. Dies teilte das Europaparlament in Brüssel in einer Prognose mit. Vor fünf Jahren waren es noch 35,77 Prozent gewesen.

Mit 25,7 Prozent kommt die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE) auf Platz zwei.

Auf Platz drei liegen die Liberalen (ALDE) mit 9,85 Prozent. Rechtsorientierte und populistische Parteien erreichen insgesamt rund 18 Prozent. Ob es am rechten Rand eine neue Fraktion geben wird, ist noch offen.

Legende: Video Juncker will Kommissionspräsidenten werden (französisch) abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.05.2014.

Mit dem EVP-Sieg sind die Chancen des luxemburgischen Ex-Premiers Juncker auf den Posten des EU-Kommissionschefs gestiegen. Der EVP- Fraktionsvorsitzende Joseph Daul sagte: «Die EVP wird ihren Kandidaten als Kandidaten für die Präsidentschaft der Kommission vorschlagen.»

Allerdings beanspruchte SPD-Chef Sigmar Gabriel den Posten für seinen Parteifreund, den bisherigen EU-Parlamentspräsidenten: «Das Wahlergebnis hat einen Namen, und der lautet Martin Schulz.» Die Staats- und Regierungschefs, die den Chef der Brüsseler Behörde vorschlagen, müssen das Wahlergebnis berücksichtigen. Bis die Personalentscheidung steht, könnte es noch Wochen dauern.

In Deutschland erreichte die Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF vom späten Abend 35,4 bis 35,6 Prozent – ihr schlechtestes Europa-Ergebnis seit 1979.

In Frankreich wurde die rechtsextreme Front National (FN) laut Umfragen mit rund 25 Prozent sogar stärkste Kraft.

Die Mitte-Links-Partei von Italiens Regierungschef Renzi wird stärkste Kraft – doch dahinter folgen die Europaskeptiker.

Im Euro-Krisenland Griechenland wurde das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken (Syriza) allen Prognosen zufolge stärkste Kraft.

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) kann an den Erfolg bei der nationalen Parlamentswahl anknüpfen und kommt laut Hochrechnungen auf 19,5 Prozent - ein Zuwachs von fast sieben Prozentpunkten für die Populisten.

In Grossbritannien gewinnen die Rechtspopulisten von Ukip Hochrechnungen zufolge. Damit ist Grossbritannien nach Frankreich das zweite grosse EU-Land, in dem eine rechtsgerichtete Partei den Sieg erringt

28 Länder mit jeweils unterschiedlichem Wahlsystem wählen insgesamt 751 Abgeordnete im Europaparlament. Erste Hochrechnungen lagen nach 21 Uhr vor.
Nach 23 Uhr werden laufend erste offizielle Resultate eintreffen. Sie können für das Europäische Parlament und im Auswahlmenü im nachstehenden Diagramm des Europäischen Parlaments ausgewählt werden:

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