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International Eurozone gesundet nur langsam

Dem Patienten Euro geht es besser. Die Intensivstation kann er trotzdem nicht verlassen. Denn von solider Haushaltsführung sind die Euro-Länder immer noch meilenweit entfernt – 2013 sogar ein stückweit mehr, als noch im Jahr zuvor.

Legende: Video Es gibt Hoffnung für die Wirtschaft der EU abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.04.2014.

Die gute Nachricht: In der krisengeplagten Eurozone ist die Neuverschuldung 2013 auf drei Prozent zurückgegangen – die schlechte: Die Gesamtverschuldung der 18 Euro-Länder stieg auf 92,6 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP).

Legende: Video Euro-Schuldenkrise wird noch lange dauern abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.04.2014.

Erstmals seit drei Jahren ging das Defizit damit wieder nach oben, und zwar deutlich um 3,8 Punkte gegenüber 2012. Die Gesamtverschuldung, die auch durch die Notkredite der Europartner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) steigt, erreichte 175,1 Prozent – 18,1 Punkte mehr als 2012.

Für SRF-Wirtschaftsredaktor Christian Kolbe zeigen die neuesten Zahlen Zweierlei. Zum einen, dass die Eurokrise nicht mehr so akut sei, zum anderen aber auch, dass es noch lange dauern werde, bis sie wirklich überwunden sei. «Denn so lange die Wirtschaft nicht wächst und die Arbeitslosigkeit hoch ist, können eben auch die Schulden nicht abgebaut werden», so Kolbe.

Slowenien mit höchster Neuverschuldung

Zwar haben die Euro-Staaten im Durchschnitt weniger ausgegeben und mehr eingenommen. Doch in einigen Ländern geht der Trend in die falsche Richtung. In Griechenland zum Beispiel sei sowohl die Neuverschuldung als auch der Gesamtschuldenstand weiter deutlich gestiegen. 23,1 Milliarden an Verbindlichkeiten häufte Athen allein im letzten Jahr an.

Bei der Zunahme der Verschuldung ist Griechenland dennoch nicht Spitzenreiter. Der Platz gebührt 2013 Slowenien. Hier stieg das Defizit um 10,7 Punkte auf 14,7 Prozent.

Einzig Luxemburg ist im Plus

Ihr Defizit abbauen konnten hingegen unter anderen die Zyprer (5,4 Prozent), die Portugiesen (4,9), die Spanier (7,1), und die Iren (7,2). In Frankreich ging die Neuverschuldung leicht auf 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung zurück.

Erlaubt sind nach den Maastricht-Kriterien drei Prozent, was insgesamt zehn EU-Länder nicht schafften. Einziges Land, das mehr einnahm als ausgab, war im vergangenen Jahr Luxemburg, das bei einem Plus von 0,1 Prozent landete.

Ein Sorgenkind weniger?

Portugal ist nach dreijähriger Abstinenz erfolgreich an die Kapitalmärkte zurückgekehrt. Bei der ersten öffentlichen Auktion von Staatsanleihen seit der Flucht unter den Euro-Rettungsschirm sammelte das Land 750 Millionen Euro ein. Vor kurzem war bereits Griechenland ein Comeback auf den Kapitalmarkt gelungen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von E.Baier, Hannover
    Thema:Eurozone gesundet nur langsam.Mit diesen Beitrag kommt ein "Normalbürger" nun wirklich nicht klar ! Ich lese da was von Prozenten, Punkten,Notkredite,BIP,IWF usw. Das hört sich wie ein Testament an ! Wenn man weiß, das die Länder der Eurozone über 8,9 Billionen (8900 Milliarden Euro !) SCHULDEN haben (Quelle Deutschlandfunk), sollte man das zumindest im Vorfeld erwähnen.Der Beitrag ist für mich zu einseitig und ein merkwürdiges Testament aus meiner Sicht.
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  • Kommentar von Christina Bernegg, Horw
    Allein die Zinslast für die Schulden genügt,um die EU auf ewig unter das Joch derjenigen zu zwingen,die leistungsloses Einkommen auf ihre Fahnen geschrieben haben.Die EU vergibt keine Kredite an Staaten,löst nur Kredite der Fed direkt und indirekt ab und nimmt Kredite bei denselben auf.So nimmt der Untergang seinen Lauf,denn Nutzniesser sind die USA um deren Untergang hinauszuzögern und reissen andere Staaten mit.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Ch. Bernegg: Die meisten wollen das ja in der Schweiz so und fühlen sich dabei wohl. Solange man nach NYC oder Miami shoppen gehen kann ist doch die Welt für unsere Spassgesellschaft in Ordnung?!
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    2. Antwort von E.Baier, Hannover
      @Christina: Das ist es ja auch aus meiner Sicht. Es wird Europaweit noch nicht einmal zugegeben, das langfristig selbst für die Zinsen, es keine Möglichkeit gibt, diese zurück zu bezahlen ! Bei Schulden von 8,9 Billionen Euro in der Eurozone ist das faktisch eindeutig zu belegen. Da muss man kein Politiker sein. Wer rechnen kann ...
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