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International Experten feilen am Atomvertrag mit dem Iran

Auch wenn die meisten Aussenminister gar nicht vor Ort sind: In Wien wird weiter mit Hochdruck am Atomabkommen mit dem Iran gearbeitet. Der russische Aussenminister Lawrow kündigte derweil an, er werde am Dienstag zurückkehren, um sich dann mit seinem amerikanischen Amtskollegen Kerry zu treffen.

Eben erst wurden die Atomgespräche über die Frist des 30. Juni hinaus verlängert – nun geht offenbar die Textarbeit an einem umfassenden Abkommen mit dem Iran in die entscheidende Phase. Experten kamen dafür in Wien zusammen.

Der amerikanische Aussenminister John Kerry.
Legende: US-Aussenminister Kerry weilt noch immer in Wien, sein iranischer Amtskollege Sarif will am Dienstag zurückkehren. Keystone

Die meisten Aussenminister haben die am Samstag gestartete Gesprächsrunde vorübergehend verlassen, um Fortschritte abzuwarten. Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif will sich mit der Führung in Teheran beraten und morgen Dienstag zurückkehren. Auch der russische Aussenminister Sergej Lawrow wird dann wieder in Wien erwartet. Er werde sich mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry treffen, teilte Lawrow mit.

«Heisse Phase» ab Dienstag

Nach Einschätzung aller beteiligten Länder beginnt am Dienstag die mehrtägige heisse Phase der wohl entscheidenden Runde zur Beilegung des seit 2002 schwelenden Streits beginnen. Die Verhandlungen werden nach übereinstimmenden Angaben aus allen Delegationen wenige Tage länger dauern als ursprünglich geplant.

Die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland) verhandelt seit rund zwei Jahren mit dem Iran. Dessen Atomprogramm löste im Westen und dabei vor allem in Israel die Sorge aus, dass Teheran eine Atombombe bauen will. Dies hat der Iran stets bestritten.

Im Fall einer Einigung sollen die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen den Iran schrittweise aufgehoben werden. Im April hatten sich in Lausanne alle Beteiligten auf Eckpunkte eines Abkommens geeinigt, die jetzt präzisiert werden müssen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Iran wird versuchen, sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Aus der Vergangenheit und der Geschichte weiss man, dass ein Land mit solchen Ressourcen Begehrlichkeiten von bestimmten Mächten ausgesetzt ist. Auch Israel, das einer ständigen Gefahr ausgesetzt ist, verlässt sich im Notfall nur auf sich selbst. Exponenten aus der USA, die durchaus ernst zu nehmen sind, haben immer wieder gedroht, sich der Ressourcen des Irans zu bemächtigen. Die Methoden dazu sind allseits bekannt.
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  • Kommentar von E. Jenni, Ottikon
    Vor ein paar Tagen beerdigte Irans Revolutionsführer höchstwahrscheinlich das Atomabkommen zwischen den 5 plus 1 Mächten und Iran.Er hielt eine im iranischen TV übertragene Rede,die all die Spekulationen über die Kompromissfähigkeit des Regimes jäh beendete.Der iranische Herrscher hat Bedingungen formuliert, die ein Abkommen unmöglich machen,es sei denn durch komplette Kapitulation seitens der Vereinigten Staaten und ihrer Partner. Die damit verbundenen Sanktionen zahlt in erster Linie das Volk.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Hoffentlich beharren die USA und Frankreich nicht auf dem Recht alle Militäranlagen des Iran inspizieren zu dürfen. Denn das würde kein Land auf der Welt erlauben - auch die Schweiz nicht. Damit wären die Verhandlungen zum Scheitern verurteilt. Man kann 3x raten, wer dann als "Schuldiger" präsentiert würde.
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