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International Explosiv: Pegida, Hooligans, Salafisten und Linke in einer Stadt

Rechtsextremisten hatten in Wuppertal zu einer anti-muslimischen Demonstration gerufen. Gleichzeitig trafen sich in der Stadt Salafisten. Und Linksextreme. Wegen «Gewalttätigkeiten» unterband die Polizei am Ende sämtliche Veranstaltungen.

Legende: Video Zusammenstösse in Wuppertal an Pegida-Demo (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.03.2015.

Die Pegida Nordrhein-Westfalen wollte mit einem Marsch durch Wuppertal ihren Unmut gegen Muslime in Deutschland äussern. Der Aufzug wurde aber von der Polizei verboten, da es während der Kundgebung zu «Gewalttätigkeiten» gekommen war.

Nachdem die Sicherheitskräfte die Veranstaltung abgebrochen hatten, versuchten einige Pegida-Anhänger eine Polizeisperre in Richtung Gegendemonstranten zu durchbrechen.

Schlägereien und Flaschenwürfe

Unter die Pegida-Veranstaltung mischten sich laut Behörden auch Anhänger der Gruppierung «Hooligans gegen Salafisten». Es kam zu Schlägereien und Flaschenwürfen. Der Polizei zufolge waren insgesamt nur «einige hundert» Teilnehmer gekommen – die Veranstalter hatten mit 2000 gerechnet.

Gleichzeitig waren zwei weitere Kundgebungen in Wuppertal angemeldet. Mit brisanter Mischung: Neben den Hooligans und Rechtsradikalen kamen Islamisten und Linksautonome in die Stadt.

Die Polizei erwartete zusammengerechnet etwa 3000 Teilnehmer. Entsprechend der explosiven Mischung versuchten über 1000 Beamte die Gruppierungn auseinander zu halten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von R.Maier-G., Zürich
    Liebe Schweizer, so wird es auch bei uns mal aussehen, wenn wir "alles" reinlassen! Das hat auch mal mit Helfen und Nächstenlieben begonnen! Traurig!
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    1. Antwort von J.Baltensperger, Zürich
      Klassisches Vertauschen von Täter- und Opferrollen - wenn ich Sie richtig verstehe sagen Sie, wenn man einen Ausländer "reinlässt" (meines Wissens dürfen Menschen mehr oder weniger überall hin reisen auf dieser Welt, die CH ist nicht die DDR) ist klar, dass es dann zu Gewalt von Fremdenhassern kommt und die Schuld liegt beim Ausländer? Komplett verkehrt rum. Der Krawallmacher ist der Schuldige. Wir sind eine Demokratie, da stimmt man ab. Gewaltlos.
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    2. Antwort von Florian Menevis, Zollikon
      Hitler kam damals legal an die Macht, ohne Gewalt anwenden zu müssen. Die Salafisten verfolgen eine sehr ähnliche Strategie. Man unterschätzt die Gefahr für die Demokratie die von Salafisten ausgeht. Längst bilden sich in der Salafisten-Szene Kaderformationen mit gut ausgebildeten Leuten die langfristige politische Ziele in Deutschland verfolgen (Einführung der Scharia etc.).
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  • Kommentar von M. Maruhn, Düren
    Das alle Kundgebungen offiziell stattgegeben wurden, erscheint höchst bedenklich und staatlich koordiniert. Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen,um so schlimmer für die Tatsachen. Wie dieser Extremismus politisch und religiös zu klassifizieren ist, überfordert mich....
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Es läuft optimal! Es gilt auch hier der alte Grundsatz: Divide et impera - teile und herrsche. Die Gruppierungen der Pegida, Pegida-Gegendemonstranten und die Islamisten/Salafisten sind zwar Gruppierungen der Nichtsnutze und Habenichtse, sie stellen aber das gegenwärtige Wirtschaftssystem nicht infrage. Und solange diese Gruppierungen der Nichtsnutze und Habenichtse sich gegenseitig extrem feindselig gegenüberstehen und sich fertigmachen, läuft für die Politik und Wirtschaft alles optimal.
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