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International Fahrplan im Griechenland-Krimi – Der Samstag ist entscheidend

Am Dienstag läuft das aktuelle Hilfsprogramm der EU für Griechenland aus. Eine Einigung zwischen den Streithähnen – und damit eine neue Milliarden-Hilfe – ist weit entfernt. Drei Schritte müssten in den nächsten Tagen gelingen, um das Blatt noch zugunsten von Griechenland zu wenden.

Legende: Video Enger Zeitplan für Griechenland abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.06.2015.

«Die Zeit drängt, deshalb muss alles daran gesetzt werden, am Samstag eine Lösung zu finden, sagte Merkel nach dem Ende des ersten EU-Gipfeltages in Brüssel am Donnerstag. Die deutsche Bundeskanzlerin drückt nicht ohne Grund aufs Gas.

Will Griechenland die Deadline vom Dienstag 30.Juni einhalten, muss am Samstag ein Entscheidung her, damit die noch notwendigen Schritte durchgeführt werden können.

So müsste der Rettungs-Fahrplan in den nächsten Tagen aussehen:

So müssen Griechenland und EU jetzt vorgehen

  • Alexis Tsipras vor einer EU-Flagge.
    Legende: SAMSTAG Zunächst muss sich die griechische Regierung um Ministerpräsident Tsipras mit den Gläubigern einigen. Keystone

    SAMSTAG

    Es braucht eine Einigung zwischen der griechischen Regierung und den Gläubiger-Institutionen EU-Kommission, IWF und Europäische Zentralbank (EZB). Bisher kamen sich die beiden Seiten in mehreren Runden nicht näher, sollen aber weiter verhandeln. Ihr vermeintlich gemeinsame Vorschlag wandert weiter an das Euro-Finanzminister-Treffen.

  • Gruppenbild der Finanzminister.
    Legende: SAMSTAG Als nächstes müssen die Euro-Finanzminister die Milliarden-Hilfen freigeben. Keystone

    SAMSTAG ABEND

    Auf Basis der Einigung zwischen Athen und den Gelgebern können die Euro-Finanzminister die dringend benötigten Milliarden-Hilfen freigeben. Auch das könnte am Samstag erfolgen.

  • Vögel vor dem Parlamentsgebäude in Athen.
    Legende: SONNTAG/MONTAG Als letztes muss das Parlament in Athen über die Bücher. Auch Parlamente mehrerer Euro-Länder müssen dem Deal zustimmen. Keystone

    SONNTAG / MONTAG

    Gibt es eine grundsätzliche Einigung der Ressortchefs auf eine Verlängerung der Hilfen, müssten noch das Parlament in Athen sowie Parlamente mehrerer Euro-Länder entscheiden. Darunter sind Deutschland, die Niederlande, Finnland und Estland. Das griechische Parlament müsste die übliche Prozedur abkürzen, um es noch zu schaffen. Ministerpräsident Tsipras kann im Prinzip erst bei einer Vereinbarung einen Termin beim Parlamentspräsidium beantragen. In der Regel dauert so ein Verfahren drei volle Tage. Dennoch müsste spätestens am Montag auch diese Entscheidung fallen.

  • Griechenlandfahnen und in der Mitte eine EU-Flagge.
    Legende: Am Dienstag läuft das aktuelle europäische Hilfsprogramm für Griechenland aus. Reuters

    DIENSTAG

    Sollte es eine grundsätzliche Einigung geben, könnte am Dienstag Geld für Griechenland zum Beispiel aus den Gewinnen der EZB aus angekauften griechischen Staatsanleihen kommen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Beide Seiten haben schon einen Plan B. Doch sie werden sich mit dem kleinst möglichsten Kompromiss einigen. In anderen Worten jede Seite kommt etwas entgegen und das Problem wird wieder verschleppt. Europa wird nochmals vor dem IWF in die Knie gehen. Doch irgend wann sollte es den Europäern dämmern das Ameeika nicht mehr die einzig Option ist.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Es gibt keinen Kompromiss - das haben Experten schon soo oft geschrieben und gesagt. Tsipras will die Minimalrenten nicht kürzen, die griechische Infrastruktur nicht verkaufen und keinen absoluten Investorenschutz unterschreiben. Dir Troika will aber genau DAS. Entweder läuft alles weiter wie bisher mit neuen IWF- und EU-Krediten oder GR tritt aus dem Euroraum aus - oder Tsipras knickt ein und unterwirft sich dieser Troika.
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