Fall Dutroux: Erste Anhörung beendet

Der belgische Kinderschänder Marc Dutroux kämpft um seine vorzeitige Freilassung. Rund zwei Stunden dauerte der Gerichtstermin in Brüssel.

Noch sitzt der Kindermörder Marc Dutroux weiterhin in seiner Zelle. Die erste Anhörung hinter verschlossenen Türen dauerte rund zwei Stunden.

Altes Haus mit Garten.

Bildlegende: Dutroux hatte in seinem Haus sechs Mädchen festgehalten. Keystone

Details zur Anhörung wurden keine bekannt. Das Gericht hat nun zwei Wochen Zeit, zum Antrag für vorzeitige Freilassung Stellung zu nehmen. Dieser hatte das Begehren im vergangenen September eingereicht.

Dutroux hatte in den 90er-Jahren sechs Mädchen entführt, missbraucht und sie in einem geheimen Verlies gefoltert. Vier von ihnen starben. 2004 wurde Dutroux verurteilt. Seine damalige Frau und Komplizin kam 2012 unter Auflagen frei.

16 Jahre in Haft

Laut Experten sind seine Chancen, in absehbarer Zukunft wieder auf freien Fuss zu kommen, gleich Null. Selbst Dutroux' Anwalt geht nicht davon aus, dass sein Mandant mit seinem Antrag durchkommt. Es handle sich um einen symbolischen Schritt.

Nach belgischem Recht ist es möglich, dass verurteilte Mörder einen Antrag auf Freilassung stellen, wenn sie ein Drittel der Strafe abgesessen haben. Im Fall Dutroux wäre dies frühestens am 30. April 2013 der Fall.