Falscher Alarm an Bord von Air-France-Maschine

Eine Maschine der Air France musste im kenianischen Mombasa notlanden – wegen eines verdächtigen Gegenstands an Bord. Nun zeigen die Untersuchungen der Behörden: Es handelte sich dabei um eine Bomben-Attrappe, von der zu keiner Zeit eine Gefahr ausging.

Flugzeug am Boden

Bildlegende: Der verdächtige Gegenstand bestand nur aus Karton, Papier und einer Zeitschaltuhr. GBAPTN

Der verdächtige Gegenstand an Bord des Air-France-Fluges 463 von Mauritius nach Paris war keine Bombe, wie Airline-Chef Frédéric Gagey erklärte.

Der Gegenstand habe keinen Sprengstoff enthalten. Er habe aus Karton, Papier und einer Zeitschaltuhr bestanden, die an einen Küchenwecker erinnere. Air France sei in Kontakt mit der französischen Staatsanwaltschaft, um eine Untersuchung einzuleiten, so Gagey. Bisher deute zudem nichts daraufhin, dass es zu Fehlern bei den Sicherheitschecks vor dem Start der Maschine auf Mauritius gekommen sei.

Seit den Anschlägen des IS in Paris Mitte November gelten für alle französische Einrichtungen und Unternehmen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Mehrere Passagiere polizeilich befragt

Die Boeing 777 war im kenianischen Mombasa notgelandet, nachdem ein Passagier auf einer Bordtoilette einen verdächtigen Gegenstand entdeckt hatte. Die Maschine war umgehend über die Notrutschen geräumt worden: Laut Angaben der kenianischen Flughafenbehörde wurden erst alle 473 Passagiere und Crewmitglieder durchsucht und danach in Hotels transferiert. Sie sollen noch am Sonntag mit einer Ersatzmaschine nach Paris geflogen werden.

Nach Angaben des kenianischen Innenministers wurden mehrere Passagiere wegen des Zwischenfalles befragt. Der verdächtige Gegenstand wurde an einem «sicheren Ort ausserhalb des Flughafens» von Sprengstoffexperten der Marine untersucht.