Farc lockt Soldaten in Hinterhalt

Unmittelbar vor der geplanten Fortsetzung der Friedensgespräche haben die linksgerichteten Farc-Rebellen 13 Soldaten der kolumbianischen Armee getötet.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos

Bildlegende: Präsident Santos hat angekündigt, dass die Friedensgespräche mit der Farc trotz der Attacke weitergeführt werden sollen. Keystone

Medien berichteten unter Berufung auf Armeekreise, die Soldaten seien im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Venezuela in einen Hinterhalt gelockt worden. Die Militärführung sprach von einer «terroristischen Attacke».

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hatten die seit November laufenden Friedensgespräche mit der Regierung in der kubanischen Hauptstadt Havanna am Freitag unterbrochen. Zuletzt einigten sich beide Seiten aber doch auf eine Fortsetzung am Montag.

Präsident Juan Manuel Santos will die Verhandlungen bis zum Jahresende abschliessen. Derzeit diskutieren beide Seiten den zweiten von fünf Verhandlungspunkten, die künftige politische Teilhabe der Farc-Mitglieder.

Im wichtigsten Punkt der Verhandlungen, der Frage der Landreform, wurde im Mai eine Einigung erzielt. Besprochen werden sollen noch der Kampf gegen Drogenhandel, die Entwaffnung der Rebellen und die Entschädigung der Opfer.

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Durchbruch bei Friedensgesprächen mit der Farc

2:10 min, aus Tagesschau am Mittag vom 27.5.2013

Kampf seit fast 50 Jahren

Die Farc wurde 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer gegründet, sie hat noch rund 8000 Kämpfer. Seither sind im Konflikt mit dem Staat bis zu 600'000 Menschen getötet und drei Millionen weitere vertrieben worden.