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International «Fatwa»: Mordaufruf gegen deutsch-ägyptischen Autor

Die ägyptische Bewegung der «Säkularen» hat Anzeige gegen Islamisten erstattet. Diese hatten zur Ermordung des in Deutschland lebenden Autors Hamed Abdel-Samad aufgerufen.

Abdel-Samad.
Legende: Der Autor ist auch Mitglied der Deutschen Islamkonferenz. Deutsche Islamkonferenz

Ein Mitglied der «Säkularen» sagte, die Staatsanwaltschaft sei über eine «Fatwa» (islamisches Rechtsgutachten) informiert. Der Deutsch-Ägypter Abdel-Samad hat Bücher über den Islam verfasst.

Merkel soll reagieren

In Ägypten hielt er vor einigen Tagen einen Vortrag. Darin erklärte er, die Eroberung Mekkas durch die Anhänger Mohammeds habe die Saat gelegt, aus der der «religiöse Faschismus» entstanden sei. Daraufhin erklärten ihn Assem Abdel Maged, ein führendes Mitglied der radikalen ägyptischen Gruppe Al-Gamaa Al-Islamija, und der Salafist Mahmud Schaaban in einer Sendung des TV-Senders Al-Hafes zum «Ungläubigen».

Abdel-Samad ist auch durch Fernsehauftritte bekannt. Er ist regelmässig Talkshowgast. Daneben führte er als Co-Chef durch die mit einem Preis ausgezeichnete TV-Serie «Entweder Broder – Die Deutschland-Safari». Er hat die deutsche und ägyptische Politik aufgerufen, den Mordaufruf zu verurteilen. Bekanntester Leidtragender einer «Fatwa» ist Salman Rushdie.

7 Kommentare

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  • Kommentar von s.frei, lugano
    und stellen sich somit unter todesanklage, selbst. säkulare gruppierung im islam ? nie gehört, aber wünschenswert. würden natürlich dem imamclub das wasser abgraben und mit attentaten und mordaufrufen sind stärkere argumente. klar nur mit angst und schrecken. ernsthaft diskutieren ist mit klassischen vertretern nicht möglich. vor/nachher debatte am englischen fersehen, attestierte bei vorher 20% verängstigt vor diesen , danach bei 60%...trotz friedensangeboten..
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Wil
    Ja, wer hat denn schon gerne eine durchtrennte Kehle. Da schweigen wird doch lieber brav in unserem Schweizerland. Denn längst haben wir die Kontrolle über unser Land verloren. Das kommt von den offenen Grenzen, dem fehlenden National-Bewusstsein, der fehlenden Sozialkontrolle in unseren Dörfern und Städten. Ich glaube nicht, dass sich viele Stimmen im Westen gegen diesen Mordaufruf erhaben werden.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Sie haben Recht - aber schauen Sie genauer hin, was für Leute unser Land und darüber hinaus grosse Teile Europas kontrollieren! Nein, ich meine nicht die Moslems, die bereits zu Millionen eingewandert sind, sondern die "modern" gesinnten Westler, die das geistliche Kämpfen verlernt haben. Was meinen Sie, warum das Christentum bei uns eine so schlechte Presse hat, während der Islam, der Buddhismus, der Hinduismus usw. immer mehr hofiert werden? Wir brauchen einen neuen Christus-Geist.
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    2. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      Herr Stump, als Reaktion auf den Aberglauben Anderer gibt es auch sinnvollere Möglichkeiten als die Verstärkung des eigenen Aberglaubens.
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @O. Würz: Ich habe damit gerechnet, dass Sie sich hier wieder melden. Beantworten Sie uns allen, die hier mitlesen, diese eine Frage: Was ist eher ein Aberglaube - ein Glaube, der sich schon seit 2'000 Jahren bewährt hat (wäre das nicht so, wäre er schon in den Anfangszeiten der Verfolgungen untergegangen, und er hätte seither nicht Abermillionen von Anhängern gefunden), oder ein Glaube, der in einer "modernen" Sicht jede Möglichkeit an einen Gott verneint? Seien Sie ehrlich!
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    4. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      Herr Stump: Wenn Sie wissen wollen, was Religion anrichtet, dann lesen Sie am besten den obigen Bericht. Nur weil sich mancher Aberglaube Jahrhunderte halten kann bedeutet dies nicht, dass er sich bewährt hätte - Hexenjagd? Inquisition? Kreuzzüge? Die moderne, wissenschaftliche Sicht verneint nicht "jede Möglichkeit an einen Gott", sondern widerspricht den naiven Gottenbildern, wie sie in etwa in den sogenannt heiligen Büchern beschrieben werden.
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    5. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Falsch, Herr Würz. Ich wiederhole hier, was ich im Forum schon mehrmals geschrieben habe: Es gab schon immer ein institutionalisiertes und ein wahrhaft ausgelebtes Christentum. Die wirklich gläubigen Christen wurden IMMER verfolgt, sogar die Heilsarmee in ihren Anfangszeiten. Die Kreuzzüge und Hexenjagden sowie die Inquisition wurden von denen ausgeführt, die nur dem Namen nach Christen waren, also falsche Christen. Natürlich verschweigen das die Medien fleissig - warum wohl?
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