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Legende: Video Obama soll Trump abgehört haben abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.03.2017.
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Trumps Spitzelvorwurf FBI nimmt Obama in Schutz

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach den Spitzelvorwürfen von US-Präsident Trump gegen seinen Vorgänger Obama, will die US-Bundespolizei FBI eine öffentliche Zurückweisung der Vorwürfe durch das Justizministerium.
  • FBI-Chef Comey hält die Anschuldigungen von Trump für unbegründet.
  • Auch der frühere Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, hat ausgeschlossen, dass während der Präsidentschaftskandidatur Donald Trumps im vergangenen Jahr dessen Telefon überwacht wurde. «Ich kann das zurückweisen. Ich hätte das gewusst».

Der Chef der US-Bundespolizei FBI, James Comey, hält einem Medienbericht zufolge die Spitzel-Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Vorgänger Barack Obama offenbar für unbegründet.

Rufschädigend für FBI

Er fürchtet zudem, sie schädigten den Ruf des FBI. Wie die «New York Times» unter Berufung auf ranghohe Behördenvertreter berichtete, hat Comey das Justizministerium gebeten, Trumps unbelegte Vorwürfe durch eine öffentliche Zurückweisung richtig zu stellen.

Ohne jeden Beleg hatte Trump seinem Vorgänger Barack Obama auf Twitter vorgeworfen, er habe ihn 2016 im Trump-Tower illegal abhören lassen. Das Weisse Haus forderte am Sonntag, ebenfalls ohne Belege, eine Kongressuntersuchung. Vermutlich übernahm Trumps seine Anschuldigungen aus Medienberichten der vergangenen Tage.

«Keinen Beweis»

FBI-Chef Comey habe das Justizminsterium bereits am Samstag um die Stellungnahme gebeten, weil es «keinen Beweis» für die Anschuldigungen gebe, die Vorwürfe jedoch den Eindruck erweckten, dass das FBI «das Gesetz gebrochen hat», hiess es im New-York-Times-Bericht. Bislang hat das Ministerium sich nicht dazu geäussert.

Für eine Abhöraktion, wie Trump sie schilderte, bedarf es in den USA einer richterlichen Genehmigung, und der entsprechende Antrag müsste vom Justizministerium kommen. Obama und mehrere frühere Geheimdienstverantwortliche wiesen die Anschuldigungen zurück. Ein Parlamentsausschuss will den Vorwürfen auf Trumps Aufforderung hin aber nachgehen.

Ex-Geheimdienstchef schliesst Überwachung aus

Der frühere Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, hat ausgeschlossen, dass während der Präsidentschaftskandidatur Donald Trumps im vergangenen Jahr dessen Telefon überwacht wurde.

«Ich kann das zurückweisen. Ich hätte das gewusst», sagte Clapper im Sender NBC. Hätte etwa das FBI bei Trump eine Überwachung veranlasst, hätte er davon erfahren.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von D. Zeller (jaro)
    Das ist doch viel normaler als wir vielleicht denken, dass andere Leute überwacht werden. Mit der heutigen Kommunikationstechnologie ist das auch keine Kunst mehr. Da braucht es weder FBI noch Geheimdienst. Das ist auch anders möglich. Trump hätte das gar nicht schreiben müssen. Das ist doch klar. Aber Obama wurde sicher auch ausspioniert.
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Laut Mark Levin haben die Medien welche gegen Donald Trump sind, schon mehrmals selbst darüber geschrieben, dass Trump's Team überwacht wurde. Jeff Sessions und Michael Flynn's Fälle wurden durch Leaks im Geheimdienst öffentlich, diese Info's die Gegner Trump's verwendeten, um gegen die neue Regierung zu schiessen. Der Schuss ging wohl nach hinten los...
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    1. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Gemäss BBC hatte das FBI vom ehemaligen MI6-Agenten C. Steele Informationen darüber, dass Russland kompromittierendes Material zu Trump habe. Steeles private Agentur sei ursprünglich von republikanischen Gegenkandidaten in der Vorwahl beauftragt worden, Trump zu durchleuchten. Nach Bekanntwerden der Kandidatur Trumps habe er das Material an die Demokraten und dann, da es ihm offenbar zu heiss wurde, an das FBI geliefert. Kann sein, vielleicht auch nicht... Levin jedenfalls betreibt Propaganda.
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    2. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Tweet von WikiLeaks: «Did Obama spy on @realDonaldTrump's campaign? Here is proof the Obama administration spied on our journalists» Ferner sind dort weitere Dokumente ersichtlich wo unter Obama's Administration spioniert/überwacht wurde. Ich denke wenn an dieser BBC-Story was dran wäre, dann hätten die Democrats die Beweise schon lange zu ihrem Vorteil genutzt. Von wo kommen denn die Informationen über Flynn/Sessions, wenn nicht vom Geheimdienst?
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    3. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Ich habe ja nicht gesagt, dass diese Informationen nicht vom Geheimdienst kämen. Vielleicht auch nicht. Falls aber BBC recht hat (und ich war ja kritisch), hätte das FBI einen handfesten Grund für Untersuchungen gehabt (womit aber noch kein Abhören bewiesen wäre). Und Geheimdienste, die nicht "spitzeln" wären ja obsolet. Mein Hauptpunkt aber: Man sollte nicht gleich alles glauben, speziell von jemandem, der eine politische Agenda verfolgt.
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    4. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Ihr Hauptpunkt teile ich ebenso. Die Democrats & ihnen nahestehende Medien verfolgen auch nach ihrer massiven Niederlage/Machtverlust eine politische Agenda (Delegetimierung Trump's und seiner Administration). Trump wurde demokratisch für seine politische Agenda gewählt, die er auch umsetzt. Kurz bevor Obama abgetreten ist, hat seine Regierung den Zugriff auf NSA Daten ausgeweitet. Die Frage ist jetzt, ob Trump's Wahlkampfteam oder die russische Diplomaten überwacht wurden.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Das ist doch klar, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt ! Wer diesem Schmierentheater FBI noch Glauben schenkt, muss ja ein Trump -Anhänger werden .
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