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Terror in Berlin Festnahmen in Tunesien

Nach dem Tod des mutmasslichen Berlin-Attentäters haben Ermittler in Tunesien nach eigenen Angaben eine Terrorzelle ausgehoben. Die drei Männer sollen in Verbindungen zu ihm gestanden haben.

Legende: Video Suche nach Mitwissern abspielen. Laufzeit 1:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.12.2016.
  • Drei Festnahmen in Kairouan, einer Salafistenhochburg rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Tunis.
  • Tunesisches Ministerium spricht von einer Terrorzelle.
  • Kontakt mit Attentäter soll mittels Nachrichtenapp erfolgt sein.

Tunesische Sicherheitskräfte haben drei Männer festgenommen, die mit dem mutmasslichen Attentäter von Berlin in Verbindung stehen sollen. Einer der Verdächtigen sei der Neffe, teilte das Innenministerium in Tunis mit.

Terrorzelle am Freitag ausgehoben

Die Festgenommenen seien demnach zwischen 18 und 27 Jahre alt. Der Neffe habe gestanden, dass er mit dem mutmasslichen Attentäter auf einem verschlüsselten Weg über eine Nachrichtenapp in Kontakt gestanden habe.

Sein Onkel habe gewollt, dass er der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue schwöre. Auch habe er ihm Geld geschickt.

Das Ministerium bezeichnete die drei Männer als eine Terrorzelle, die Sicherheitskräfte bereits am Freitag nahe der Stadt Kairouan ausgehoben hätten. In dieser Region lebt auch die Familie des mutmasslichen Attentäters. Kairouan gilt als Salafistenhochburg.

Routinekontrolle beendet Flucht

Der mutmassliche Terrorist war bei einem Schusswechsel mit zwei Polizeibeamten am Bahnhof Sesto San Giovanni bei Mailand am frühen Freitagmorgen gestorben. Er hatte bei einer Routinekontrolle nach Angaben der italienischen Regierung seine Waffe gezogen und auf die Beamten gefeuert.

Der 24-Jährige ist nach Überzeugung der Ermittler der Mann, der am Montagabend in Berlin mit einem gestohlenen Sattelzug in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast ist. Bei dem Attentat starben 12 Menschen, 53 wurden teilweise lebensgefährlich verletzt.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Sonderegger (Natur012)
    Schöne Weihnachten. Alle Berichte drehen sich um einen "mutmasslichen" Attentäter. Und was wenn alle falsch liegen? Die Macht von Politik und Polizei die Medien zu steuern ist offensichtlich. Liebe Presse, lasst euch auf die richtige Seite lenken. Ein mutmasslicher Attentäter muss noch lange nicht der echte Attentäter sein. Schade dass die Presse so mitmacht
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Ja, schon eigenartig, gelinde gesagt. Nicht der dümmste Kleinganove lässt Ausweis, DNA und Fingerabdrücke am Tatort zurück und läuft auch noch davon !!!
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Die Fingerabdrücke wiegen schwer Herr Sonderegger. Irgend wie stand er damit in "engerer" Verbindung. Ob er da alleine handelte ist sehr fraglich. Es ist nicht so einfach einen LKW (Sattelschlepper) von dieser Grösse zu steuern. Das braucht in der Regel schon etwas Können. Ob er wohl dieses Können gehabt haben kann, ist tatsächlich fraglich.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Die deutsche Bundesregierung lehnt es weiter ab, die Zusammenarbeit mit Ländern wie Tunesien, Marokko oder Algerien auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit an die Abschiebepraxis zu knüpfen. Tunesien hat in diesem Jahr rund 290 Millionen € an Mitteln für Entwicklungszusammenarbeit erhalten. Bis Ende November 2016 seien 117 Tunesier in das Land abgeschoben worden.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Da kommt Bewegung in die Geschichte und es zieht immer weitere Kreise. Hoffentlich versucht man nicht wieder alles unter den Tisch zu kehren oder unter den Teppich. Hoffentlich hat man nun mal den Mut mit der Wahrheit ungeschminkt und verfälscht rüber zu kommen. - Lange kann man die Leute nicht mehr an der Nase rum führen und einfach in eine Ecke drängen.
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