Fifa: Statt Bonus doppeltes Gehalt?

Doppelte Entschädigungen für die Mitglieder des Exekutivkomitees: Laut eines Berichts der Londoner «Sunday Times» gönnen sich die Mitglieder eine satte Gehaltserhöhung. Statt 100'000 kassieren sie nun 200'000 Dollar pro Jahr.

Die Kritik an der Fifa reisst nicht ab. Nach jüngsten Enthüllungen der «Sunday Times» haben die 25 Mitglieder des Exekutivkomitees (Exko) ihre jährlichen Entschädigungszahlen verdoppelt.

Fifa-Kongress in Sao Paulo, am Rednerpult steht Joseph Blatter.

Bildlegende: Die Fifa gönnt sich eine neue Gehaltsstruktur. Reuters

Die Fifa wollte sich nicht konkret zu diesem Bericht äussern. «Wir kommentieren keine Spekulationen», sagte Sprecherin Delia Fischer. Sie führte aber aus, dass die Exko-Mitglieder nur eine «Aufwandsentschädigung» erhielten, Gehälter und die umstrittenen Boni seien gestrichen worden.

Genau diese Streichung soll laut «Sunday Times» der Grund für die Aufstockung der Entschädigungszahlungen gewesen sein. «Es wurde verdoppelt, als Ausgleich für den Wegfall der Bonuszahlungen», wird ein namentlich nicht genanntes Exko-Mitglied in der Zeitung zitiert.

Nach Angaben der Zeitung wurde den Exko-Mitgliedern der WM-Bonus für das Jahr 2010 exakt einen Tag vor der Abstimmung über die WM-Vergabe an Katar überwiesen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Korruption in Katar

    Aus Rundschau vom 11.6.2014

    Kurz vor Beginn der Fussball-WM taumelt der Weltfussballverband Fifa: Geheime Dokumente und E-Mails legen den Verdacht nahe, dass die Vergabe der WM 2022 an den Wüstenstaat Katar mit Millionenbeträgen manipuliert wurde. Kann und will die Fifa in Katar die Notbremse ziehen?

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