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International Flaute am Himmel über Frankreich

Ein Streik der Fluglotsen hat den Luftverkehr in Frankreich durcheinander gebracht. An den beiden Flughäfen in Paris sowie andern Städten fielen etliche Flüge aus. Davon sind auch Reisende von und aus der Schweiz betroffen.

Zwei Höhenleitwerke von Air-France-Maschinen links im Bild, am unteren Bildrand rechts der Schriftzug Air France auf einem Flugzeug, darüber Himmel
Legende: Die Fluggesellschaften liessen am Mittwoch viele Flugzeuge am Boden. Reuters

Frankreichs grösste Fluglotsengewerkschaft SNCTA hat für Mittwoch und Donnerstag zum Streik aufgerufen. Und in den kommenden Wochen sind weitere Aktionen geplant.

Die Gewerkschaft will so über die Arbeitsbedingungen der Fluglotsen verhandeln. Es geht unter anderem um das Alter, in dem Lotsen in den Ruhestand gehen müssen.

Dieses wurde durch eine Reform von 57 auf 59 Jahre angehoben, womit die Gewerkschaft nicht einverstanden ist.

Kein Chaos dank vorsorglichen Annullationen

In Paris gab es «leichte Verspätungen», wie ein Flughafensprecher sagte. Zu einem Chaos kam es nicht. Denn die Luftfahrtbehörde DGAC hatte die Fluggesellschaften im Voraus aufgefordert hatte, wegen des Streiks am Mittwoch vorsorglich rund die Hälfte ihrer Flüge zu streichen.

In Lyon, wo 32 Prozent der Flüge annulliert wurden, kam es zu Verspätungen von anderthalb Stunden bei den noch aufrechterhaltenen Flügen. Auch in Nizza, Marseille, Toulouse und Montpellier mussten viele Flüge gestrichen werden.

Flüge von Basel-Mülhausen, Genf und Zürich gestrichen

Am Flughafen Genf, Link öffnet in einem neuen Fenster wurden 15 Hin- und Rückflüge annulliert: 14 nach Frankreich und einer nach Valencia, wie Aline Yazgi, Verantwortliche der Öffentlichkeitsarbeit des Genfer Flughafens sagte.

In Zürich, Link öffnet in einem neuen Fenster wurden acht Hin- und Rückflüge gestrichen. Vier nach Paris Charles de Gaulle, zwei nach Lyon und zwei nach Nizza, wie Jasmin Bodmer, Sprecherin des Flughafen Zürich sagte. Zudem führe der Streik zu Verspätungen bei Flügen, die über den französischen Luftraum fliegen müssten. Bei Flügen von Genf oder Zürich seien bereits Verspätungen von bis zu zwei Stunden festgestellt worden.

Am Euro-Airport, Link öffnet in einem neuen Fenster Basel-Mülhausen fielen die meisten Flüge von oder nach Frankreich aus. Auf dem Tagesflugplan waren am Mittwoch gar sämtliche Ankünfte aus französischen Abflugorten als «annulliert» gemeldet.

Somit fallen 15 Flüge aus Paris, Lyon, Marseille, Montpellier, Toulouse, Nizza, Bordeax und Ajaccio aus. Bei den Abflügen gab es gemäss Tagesflugplan 13 Annullierungen. Drei Flüge nach Paris, Lyon und Bordeaux konnten den EAP mit Verspätung verlassen.

Streik verschoben

Ursprünglich hatten die Lotsen bereits im März die Arbeit niederlegen wollen. Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen mit 150 Toten verschoben sie den Streik jedoch.

2 Kommentare

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  • Kommentar von P. Albrecht, Zürich
    Verlängert man die Flugroute der germanwings Maschine um ca. 20 min Flugdauer (Pilot geht 20min später auf die Toilette), dann wäre man in Bern. Und dann überlegt man sich, dass der Co-Pilot noch mehr Aufmerksamkeit und mehr Opfer wollte. Er leitet den Sinkflug vor Bern oder dem AKW Mühleberg ein. Wäre man auf ein solches Szenario vorbereitet, das nicht weit weg ist, von dem was vorgefallen ist ? Die schweizer Patroullie könnte nicht so kurzfristig handeln. Die Schweiz wäre nicht mehr existent.
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  • Kommentar von P.Fetz, Zürich
    Super läuft es in Europa/EU , immer mehr Streiks! Dem sagt man Europäischegemeinschaft! Da bleib ich lieber in der unabhänige Schweiz!
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