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International Fleischskandal: Hollande fordert bessere Kennzeichnung

Frankreichs Präsident François Hollande will die Etikettierung von fertigen Fleischprodukten verbessern. Das sei ein notwendiger Schritt, um den Verbraucher zu schützen, sagte Hollande bei der Eröffnung der internationalen Landwirtschaftsmesse in Paris.

Fertige Fleischgerichte sollen in Zukunft detaillierter gekennzeichnet sein, als es bisher der Fall war. Das sieht ein Plan des französischen Präsidenten François Hollande vor. In den nächsten Monaten will er seine europäischen Partner von seinem Vorhaben überzeugen.

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) zeigt sich im SRF-Interview am Rande der Landwirtschaftsmesse in Paris «entsetzt und schockiert» über den Fleischkandal. Als Konsequenz sollen auf «einer gesicherten Faktenlage Entscheidungen für die Zukunft» getroffen werden. Zielsetzung sei ein «einwandfreies Produkt» für den Verbraucher, so der Bundesrat.

Bisher muss nur bei frischem Rindfleisch das Herkunftsland angegeben werden. Bei Fertigprodukten reicht hingegen die Angabe aus, welche Fleischart verarbeitet wurde. Noch zu Beginn des Skandals hielt die EU-Kommission eine Änderung der Kennzeichnungsregeln für unnötig und laut Sprecher der Verbraucherschutz-Kommission Tonio Borg für zu «verfrüht».

Als Folge des Fleischskandals haben sich die EU-Staaten vor einer Woche zum Nachweis falsch deklarierter Produkte auf die Einführung von Gentests geeinigt. Zudem soll bei Pferdefleisch nach Rückständen des entzündungshemmenden Medikaments Phenylbutazon gefahndet werden.

Legende: Video Johann Schneider-Ammann an der Landwirtschaftsmesse in Paris abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.02.2013.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Hollande hat absolut recht. Was Schneider-Ammann sagt hat der Bundesrat bereits beschlossen. Das wurde jedoch von den Medien vor zwei Wochen so veröffentlicht.Die jetzige Regierung gibt mir zu denken. Normalerweise nickt sie jedem Mist aus Brüssel ab, siehe Glühbirnen, wenn es jedoch um Lebensmittel geht sind sie nicht so zimperlich. Das Schweizer Volk soll nicht wissen, woher die Lebensmittel stammen. So können die Preise künstlich hoch gehalten werden. Wir werden massiv verarscht.
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  • Kommentar von B. Muller, Zurich
    Mehr EU = mehr Bürokratie = mehr Unsinn
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Und unsere rückgradlosen Bundesräte wollen gerade das Gegenteil. Es ist nur noch peinlich, was in Bern abgeht. Null Konzept, null Eigenständigkeit (basierend auf Intelligenz, nicht auf Dummheit versteht sich) und immer alles den anderen in die Schuhe schieben. Das erstaunliche dabei ist aber, dass die für ihren Schandtaten an uns Bürgern auch noch bezahlt werden!
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