Streit zwischen Asylsuchenden Flüchtlinge brennen ihre Wohnanlage nieder

Kurden und Afghanen liefern sich im Flüchtlingslager Grande-Synthe in Nordfrankreich eine Schlägerei. Danach geht das ganze Lager in Flammen auf.

Flüchtlingslager Grande-Synthe vor und nach dem Brand

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Flüchtlingslager Grande-Synthe in Nordfrankreich hat es eine Schlägerei und Messerstecherei zwischen Kurden und Afghanen gegeben.
  • Danach ist das gesamte Lager in Flammen aufgegangen.
  • Das Feuer wurde an mehreren Stellen des Lagers gelegt.
  • Zehn Menschen wurden verletzt.

Nach Unruhen in einem Flüchtlingslager in Grande-Synthe in Nordfrankreich ist die Wohnanlage in der Nacht zum Dienstag vollständig niedergebrannt. Bei den Zusammenstössen wurden nach Medienberichten mindestens zehn Menschen verletzt.

Nach Angaben der Behörden hatten sich Kurden und Afghanen zunächst eine Schlägerei geliefert, die dann in eine Messerstecherei ausartete.

Feuer an mehreren Stellen gelegt

Später sei das Lager in Flammen aufgegangen. Das Feuer erfasste alle 300 Holzhütten auf dem Gelände. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden war an mehreren Stellen im Lager gleichzeitig Feuer gelegt worden. Die Flammen waren im Umkreis von mehreren Kilometern zu sehen.

Die Bewohner des Lagers, nach unterschiedlichen Berichten zwischen 1000 und 1500 Menschen, seien in Sicherheit gebracht worden. Sie sollten in Notunterkünften untergebracht werden.

Das Flüchtlingslager in Grande-Synthe, unweit von Dünkirchen, war erst im Vorjahr eingerichtet worden. Viele der dort untergebrachten Migranten stammten aus den wilden Lagern in Calais, wo sie auf Möglichkeiten zur Weiterreise nach Grossbritannien gewartet hatten.

Bildlegende:In Grande-Synthe steckten die Flüchtlinge das Lager in Brand srf