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International Flüchtlingsdrama mit 18 Toten vor Italien

Der ungeheure Flüchtlingsstrom nach Italien reisst nicht ab, und immer wieder sterben viele bei der Fahrt von Nordafrika nach Europa. Am Wochenende kamen erneut 18 Migranten auf See um.

Migranten in einem Auffanglager in Italien.
Legende: Seit Freitag griff Italien etwa 3500 Migranten auf. Keystone

Wieder ein Flüchtlingsdrama im Mittelmeer: Während Tausende in den vergangenen Tagen gerettet wurden, kamen südlich der italienischen Insel Lampedusa 18 Migranten ums Leben. Sie starben in einem Schlauchboot, das auf dem Weg von Nordafrika nach Europa war, teilte die italienische Marine am Sonntag mit.

Die Toten sind allesamt Männer. Ausserdem soll es eine Reihe von Vermissten geben, wie Überlebende berichteten. 73 Menschen an Bord dieses Bootes konnten nach den Angaben von dem Marine-Schiff «Sirio» gerettet werden. Das Schlauchboot war, vermutlich wegen eines Motorschadens, den Wellen des Mittelmeeres ausgeliefert.

3'500 Migranten seit Freitag

Marine, Küstenwache und Handelsschiffe nahmen am Wochenende erneut Tausende Bootsflüchtlinge auf, um sie nach Italien zu bringen. Seit Freitag waren es etwa 3'500 Migranten.

Italiens Innenminister Angelino Alfano forderte erneut, dass Europa angesichts der riesigen Flüchtlingszahlen handeln und die «Mare Nostrum» genannte Kontroll- und Rettungsoperation seines Landes bald übernehmen müsse. «Mare Nostrum» war am 18. Oktober 2013 nach mehreren Flüchtlingsdramen eingerichtet worden. Einen «zweiten Jahrestag» (nach dem ersten im kommenden Oktober) dieser italienischen Operation werde es so nicht geben, sagte Alfano. Weit über 100'000
Ankömmlinge seit Januar überfordern Italien.

Allein knapp 1'400 Migranten, überwiegend aus Eritrea und Syrien, lieferte ein Marine-Schiff am Sonntag im Hafen von Reggio Calabria ab. Erste medizinische Untersuchungen ergaben, dass Dutzende der Flüchtlinge wegen Krätze behandelt werden müssen. Andere Migranten aus Nordafrika wurden nach Sizilien gebracht.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Bald müssen WIR vor der Flüchtlingswelle flüchten. Wer nimmt UNS auf? Diese vielen tausend Flüchtlinge sind fast alle Muslime. Die aller wenigsten werden je wieder in ihre Urprungsländer zurückkehren. Die schleichende Islamisierung des Abendlandes ist voll im Gange. Sie werden in den nächsten Jahrzehnten unter dem Titel “Religionsfreiheit“ eine mächtige islamisch/islamistische Parallelgesellschaft bilden. Das wird zu riesigen Konflikten führen. Gute Nacht Abendland, gute Nacht Schweiz.
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  • Kommentar von G. Niedermann, Zürich
    Beginnt an der Küste Nordafrikas die Boot zurückzuhalten. Indem die Überfahrt nach Europa, Italien, verhindert wird, kann diesem Sterben und vor allem den Machenschaften der Schlepper Einhalt geboten werden. Hilfe vor Ort ist angesagt!
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      G.N./Ist aber absichtlich nicht so gewollt und gedacht."Damit der EU-Motor am Brummen bleibt,braucht es Millionen und Abermillionen von Afrikaner."(Stimme aus EU-Parlament)Dadurch kann auch der damit verbundene Aufwand der darin involvierten Staaten erhöht und die dadurch entstehenden Kosten(Verschuldung)angekurbelt werden.Irgendwann gehört die Ganze EU wenigen Finanzkonglomeraten.Doppel- und Dreifach-Winkelspiele zur Entdemokratisierung und Bevormundung ganzer Nationen.Wer steht dahinter?
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Stimme A. Käser zu. Wenn man es wirklich wollte, hätte man diesen Schlepper-Banden schon längstens das Handwerk gelegt. Aber ähnlich wie in jedem Konflikt wo man das Böse eine Weile walten lässt, bevor man etwas dagegen unternimmt. Denke persönlich, dass die Geheimdienste dieser Welt alle Möglichkeiten hätten ganz rasch das Böse einzudämmen.
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