Zum Inhalt springen

International Flüchtlingsdrama vor der Küste Istanbuls

Nahe der türkischen Millionenmetropole Istanbul ist ein Flüchtlingsboot gesunken. An Bord befanden sich rund 40 Personen, darunter vor allem Kinder. Mindestens 24 Menschen starben, die Suche nach den Vermissten läuft auf Hochtouren.

Zwei Männer in Uniform stehen auf einem Boot. Auf dessen Boden liegen mit Tüchern abgedeckte Leichen.
Legende: Bei der Tragödie am Bosporus starben Dutzende Flüchtlinge. Weshalb ihr Schiff sank, ist unklar. Reuters
Legende: Video «Flüchtlingsboot kentert bei Istanbul» abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.11.2014.

Sieben Schiffe, ein Helikopter sowie einheimische Fischer suchen vor der Küste der türkischen Stadt Istanbul nach Opfern eines Schiffunglücks.

Zahlreiche Kinder unter den Opfern

Ein Flüchtlingsboot war in den frühen Morgenstunden am nördlichen Ende des Bosporus in der Nähe der Mündung zum Schwarzen Meer gesunken. Mindestens 24 Menschen starben, sieben Personen konnten bislang gerettet werden. Dies teilte die Küstenwache nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan mit.

Der Sender CNN Türk berichtete unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Rettungskräfte, insgesamt seien mindestens 40 Flüchtlinge an Bord gewesen. Die meisten Toten seien Kinder. Das Istanbuler Gouverneursamt bestätigte zunächst nur den Tod von vier Menschen.

Rege genutzte Wasserstrasse

Die Flüchtlinge stammten den Medienberichten zufolge aus Afghanistan und wollten über das Schwarze Meer nach Rumänien oder Bulgarien reisen.

Die Türkei ist ein wichtiges Transitland für Flüchtlinge aus Afrika und Asien, die nach Europa gelangen wollen. Häufig sind sie auf unsicheren und überfüllten Booten unterwegs.

Der Bosporus ist eine der am meisten genutzten Wasserstrassen der Welt, über die unter anderen russische Öllieferungen und andere Rohstoffe transportiert werden. An beiden Seiten der Meerenge liegt die Millionenmetropole Istanbul.

1 Kommentar

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die Europäer werden sich noch die Augen reiben. Es ist derart augenfällig, wie die Dinge in Nahost und Afrika wirklich liegen. Die Nagelprobe der westlichen Gesellschaften dürfte sein, wenn es darum gehen wird, die zu erwartenden Flüchtlingsströme zu absorbieren. Dann hier geht es nämlich bereits nicht mehr um Kleinkram. Auch die über das Asylrecht einsickernden Religionskrieger werden noch eine erheblich Gefahr werden. Das alles ist brandgefährlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen