Zum Inhalt springen

Flüchtlingspolitik Australiens Polizei stürmt australisches Lager auf Manus

.

Legende: Video Polizei räumt australisches Flüchtlingslager in Manus abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.11.2017.
  • Die Polizei von Papua-Neuguinea hat mit der Räumung eines Flüchtlingslagers auf der Insel Manus begonnen. Dort lebten 400 Menschen, von denen viele als Flüchtlinge in Australien anerkannt sind.
  • Letztes Jahr erklärte das oberste Gericht Papua-Neuguineas das Lager für illegal. Ende Oktober wurde es geschlossen.
  • Australiens Immigrationsminister Peter Dutton bestätigte den Einsatz, der nach seinen Worten dem Umzug der Migranten in eine neue Unterkunft diene.

Die Polizei von Papa-Neuguinea hat das ehemalige australische Flüchtlingslager auf der Insel Manus gestürmt. Die Räumung wurde nun mit Gewalt durchgesetzt. Die rund 400 Bewohner wurden gezwungen, das Lager zu verlassen. Laut Australiens Immigrationsminister Peter Dutton hat Australien für viel Geld eine neue Unterkunft gebaut. Die Bewohner sollen auf drei alternativen Lager auf der Insel Manus umgesiedelt zu werden.

Bootsflüchtlinge sind in Australien nicht willkommen

Australien weigert sich, Flüchtlinge aufzunehmen, die versuchen, auf eigene Faust oder mit Hilfe von Menschenschmugglern per Boot nach Australien zu gelangen. Die Regierung fing die Boote auf hoher See ab und bezahlte das Nachbarland Papua-Neuguinea dafür, auf der Insel Manus ein Auffanglager einzurichten.

Einschätzung von Australien-Mitarbeiter Urs Wälterlin

Mit dem Drama im Camp auf Manus öffnet sich in der umstrittenen Flüchtlingspolitik Australiens ein neues Kapitel. Entgegen internationaler Abkommen bestraft das Land Asylsuchende, die mit Hilfe von Menschenschmugglern per Boot nach Australien gelangen wollten. Von der Marine abgefangen werden sie in isolierte Insellager deportiert, unter menschenunwürdigen Bedingungen, Gewalt und Hoffnungslosigkeit führen zu
Selbstmordversuchen und psychischen Krankheiten. Kritiker sprechen von Verletzungen der Menschenrechte. Trotzdem ist die sogenannte Politik der Härte in Australien beliebt. Sie bringt der Regierung Wählerstimmen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "Regierungschef Malcolm Turnbull bekräftigte am Donnerstag aber, dass die Betroffenen keinen Fuss in sein Land setzen würden" Australien, ein selbstbewusster und handlungsfähiger Staat, der sich von angeblichen "Flüchtlingen" nicht erpressen und unter Druck setzen lässt. Recht so!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Wenn Unmenschliches Verhalten gefeiert wird sieht man wie tief der Mensch Charakterlich ist. Das man das dann noch als Stärke feiert, zeigt auf welch Menschenbild man hat. Das recht des Stärkeren soll gelten. Nur solche Menschen müssen immer Rechnen das auch sie einem stärkeren begegnen werden, dann wird aber jämmerlich geweint und auf die Ungerechtigkeit hingewiesen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Kerzenmacher: Ihre Meinung sei Ihnen ungenommen. Aber berufen Sie sich bitte nie mehr auf die christlichen Traditionen des Abendlandes oder schon nur die Traditionen der Schweiz. Was Sie da propagieren ist rücksichtslose Selbstoptimierung, die über Leichen geht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von robert mathis (veritas)
      D.Röthenmund ich staune immer wieder über die pseudosamariterischen Statements vermutlich fühlen sie sich dann als bessere Menschen aber wie sieht denn die Lösung aus? Das überlassen diese dann den bösen herzlosen Verantwortlichen.Hauptsache man hat sich empört über die Ungerechtigkeiten und fühlt sich dann besser.......
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Muller (onurb)
    Seit die Konservative Regierung Australiens konsequent Boote zurückweist, kommen seit länger Zeit auch keine mehr. Es stimmt nicht, dass Boote jetzt abgefangen werden und die Menschen in Lager gesteckt werden. Die Flüchtlinge auf Manus und Nauru sind diejenigen, welche aufgrund der vorherigen Labour Regierung mit Hilfe von Menschenschmugglern illegal nach Australien gelangt sind. Würden diese jetzt in Australien angesiedelt, würde das ganze wieder von vorne anfangen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Vielleicht sollten Sie auch noch andere Medien konsultieren als die Australischen Staatsmedien? Ueberall ausserhalb der Insel weiss man, dass es sehr wohl Boote gibt. Die werden entweder auf hoher See gezwungen umzukehren mit der Gewissheit dass sie kentern, oder die Menschen werden direkt in eines dieser Camps gebracht. amnesty.ch informiert weiter.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      HP.Müller bitte welche Medien haben Sie konsultiert? Es ist ziemlich unwahrscheinlich mit "Gummibooten" auf dem weiten Meer nach Australien zu kommen also bringen die Schlepper sie illegal hin Jeder weiss dass Australien das Asylwesen restriktiv handhabt also auf eigenes Risiko...Der Umkehrzwang ins sichere Kentern ist eine unbewiesene Unterstellung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Es ist einfach unglaublich… Wahnsinn! Was für ein Unrecht. Und das es noch Leute gibt die das Unterstützen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      Eine Wahnsinn vielleicht, aber immerhin wesentlich weniger von Anschlägen betroffen und bedroht als westeuropäische Staaten. Muss man halt abwägen. Zum Glück gibt es immer noch genug Menschen denen klar ist, welches und wessen Interesse schwerer wiegt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      In ihrem Statement zeigen sie auf was Ihr Lebensmotto ist. Es gibt Menschen mit mehr Rechten und solche mit weniger und das wollen SIE die Auserwählten bestimmen!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen