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International Flug MH370: Angehörige drohen mit Hungerstreik

Die Suche nach dem verschollenen Flugzeug der Malaysia Airways geht weiter. Malediven-Bewohner sollen ein tief fliegendes Flugzeug gesehen haben. Derweil drohen Angehörige von Passagieren des Flugs MH370 mit Hungerstreik, wenn sie nicht besser informiert würden.

Legende: Video MH370: Die Nerven liegen blank abspielen. Laufzeit 01:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2014.

Am elften Tag nach dem Verschwinden des malaysischen Flugzeugs mit 239 Menschen an Bord hat China die Suche entlang seiner Nordwestgrenze aufgenommen. Australien flog südwestlich seiner Küste mit einem Seeaufklärer über den Indischen Ozean.

Die Suche nach Flug MH370 findet inzwischen auf einer Fläche von etwas mehr als der Grösse Australiens statt. Die gesamte Suchregion umfasst nun 2,24 Millionen Quadratseemeilen (etwa 7,7 Millionen Quadratkilometer).

«Ein neuer Tag: Lasst uns hoffen und beten, dass wir heute etwas finden», twitterte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein am Morgen. Doch auch am elften Tag der intensiven Suchbemühungen fehlt vorerst weiter jede Spur von dem Flugzeug.

Flugzeug mit ohrenbetäubendem Lärm

Kurz nach dem Verschwinden des Fluges MH370 sahen die Bewohner einer Malediven-Insel laut einer Lokalzeitung einen tief fliegenden Passagier-Jet. Das Flugzeug sei laut Augenzeugen weiss mit roten Streifen bemalt gewesen – so sähen häufig auch die Flugzeuge der Malaysia Airlines aus, berichtete die Zeitung «Haveeru» online.

Betende vor der mit Kerzen formierten Zahl 370
Legende: Die Anteilnahme ist weltweit gross. In Kambodscha wird für die Flugpassagiere gebetet. Keystone

Ein Journalist der Zeitung erklärte auf Anfrage, die Menschen der Insel Kuda Huvadhoo im Dhaal Atoll hätten seit vorvergangenen Samstag auf die Sichtung hingewiesen. Aber erst jetzt habe seine Zeitung mit mehreren Menschen persönlich sprechen können.

Laut den übereinstimmenden Berichten hat das Flugzeug um 6.15 Uhr Ortszeit die Insel überquert und dabei einen ohrenbetäubendem Lärm gemacht. «Ich habe noch nie ein Flugzeug so niedrig über unsere Insel fliegen sehen. Wir haben Wasserflugzeuge gesehen, aber ich bin sicher, dass das keines war», sagte ein Augenzeuge der Zeitung.

Mit Hungerstreik gedroht

Verzweifelte Angehörige von chinesischen Passagieren an Bord des verschollenen Flugzeugs drohten aus Protest gegen die malaysische Informationspolitik zu dem Unglück mit einem Hungerstreik. Einer ihrer Sprecher kritisierte, dass es zehn Tage nach dem Verschwinden der Passagiermaschine immer noch keine Hinweise gebe.

«Bringt unsere Verwandten zurück», hatte eine verzweifelte Frau auf ein Plakat geschrieben, mit dem sie aus Protest gegen die als unzulänglich empfundene malaysische Informationspolitik zum Hungerstreik aufrief. «Wir brauchen die Wahrheit. Wir werden uns nicht der Politik beugen.» 153 der 239 Insassen des Flugzeugs sind chinesische Staatsbürger.

Keine Spuren in Kasachstan und Kirgistan

Die Suche konzentriert sich auf zwei Flugkorridore. Einer reicht von Malaysia über Nordindien bis nach Kasachstan, der andere Richtung Südwesten auf den Indischen Ozean hinaus.

Kasachstan und Kirgistan haben keine Hinweise, dass das Flugzeug in ihren Luftraum eingedrungen sein könnte, berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Das gelte auch für Pakistan und Indien.

26 Länder suchen nach der Boeing, die am 8. März nach dem Start von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden ist.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Ein Flugzeug das 40 Minuten nach dem Star brennt, so dass es die Piloten bemerken würden, ist wohl kaum 6 Stunden in der Luft. Das Flugzeug hätte so auch nie die Malediven überflogen. Vor allem nicht wenn das Feuer bei den Pneus entsteht, wo auf Grund des Fahrwindes das Feuer sehr schnell auflodert und sich in die Maschine frisst. SR 111 stürzte nach der Entdeckung des Brandes 20 Minuten später ab. Zudem erfolgte die abrupte Kursänderung von MH 370 bereits vor dem letzten Funkspruch.
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    1. Antwort von Urs Keller, Binningen
      Was sie sagen ist richtig, aber wir kennen den genauen Zustand in der Maschine nicht. Die SR 111 ist abgestürzt weil das Feuer die Anzeigen vernichtete und die Rauchentwicklung unerträglich wurde. Die Aussagen von den Malediven werden von de Malaysiern dementiert. ? Das Feuer deutet aber eher auf einen Kabelbrand als auf einen Pneubrand am Bugrad hin. Der Zeitpunkt der Kursänderung bleibt ein Fragezeichen m.f. G.
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    2. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Sorry, aber Sie sind nicht glaubwürdig, da Sie gestern die These von Goodfellow übermahnen, der davon sprach, dass der Brand bei den Pneus begann und nicht von einem Kabelbrand wie Sie jetzt behaupten. Bei einem Brand wäre die Maschine kaum noch bis zu den Malediven gelangt, wo die Augenzeugen auch kein brennendes oder rauchendes Flugzeug gesehen haben. Ausserdem haben Sie SR 111 und MH370 miteinander verglichen, ob schon Sie doch selber sagen, dass Sie den Zustand von MH 370 nicht kennen.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    2) Der Transponder und später die Kommunikation wurden durch das Feuer zerstört, und da ist Shah als erfahrener Pilot der die Piste auf Pilau Lankawi kannte direkt auf diesen Kurs gegangen, eine aussichtslose Situation, und so hat Kapitän Shah die Maschine auf den alten in den indischen Ozean führende Kurs auf dem FMS mit George geführt, in der Hoffnung bei leichterer Maschine nach Treibstoffverbrauch eine Notlandung auf dem Wasser ausführen zu können, was auch den Tiefflug erklärt.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    1) Nun alle Details können beim Szenario " Feuer " erklärt werden, der Steigfug auf 13'600 m um das Feuer zu löschen der Sinkflug auf 7500 m um wieder genügend Sauerstoff in die Maschine zu bekommen, der Anflug auf Pulau Lankawi hat Shah abgebrochen wegen fehlender Kommunikation und das Flugzeug war zu schwer und Vollgetankt, aber ein Treibstoffablass bei Feuer ist nicht möglich es könnte die Maschine zerstören. Offensichtlich wollte er gemäss Kursdaten Port Blair ansteuern um dort zu landen,
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