Flugschreiber der Unglücksmaschine von Rostow beschädigt

Russland trauert um 62 Opfer einer Flugzeugkatastrophe in Rostow am Don. Während Experten am Sonntag nach der Ursache suchten, legten Trauernde in Rostow Blumen nieder und verharrten schweigend vor Tafeln mit den Namen der Opfer.

Einen Tag nach dem Absturz der Passagiermaschine aus Dubai in Südrussland haben Experten in Rostow am Don mit der Identifizierung der 62 Opfer begonnen. Das berichtete am Sonntag das russische Fernsehen.

Hinterbliebene waren aufgefordert worden, Proben für einen Genvergleich abzugeben. Das oberste russische Ermittlungskomitee untersucht die Absturzursache. Mitarbeiter des Flughafens, Fluglotsen, Meteorologen und Vertreter der Fluglinie seien bereits befragt worden, sagte ein Sprecher der Behörde.

Flugschreiber stark beschädigt

Die zwei Flugdatenschreiber der fünf Jahre alten Boeing wurden gefunden und zur Auswertung nach Moskau gebracht. Sie seien stark beschädigt, erklärte die Moskauer Luftfahrtaufsichtsbehörde (MAK) laut der Agentur Reuters.

Es könne bis zu einem Monat gehen, bis die Informationen ausgewertet seien. Das Auslesen der Daten könne wegen der Beschädigungen nicht sofort beginnen, sagte ein Vertreter der MAK.

Die Boeing 737-800 des Billigfliegers Flydubai aus Dubai war in der Nacht auf Samstag bei schlechtem Wetter über dem Flughafen von Rostow abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Es gab keine Überlebenden. Das Unglück geschah, als der Pilot einen zweiten Landeanflug in schwerem Wetter abbrechen wollte. Die meisten Opfer waren russische Touristen auf dem Heimflug vom Persischen Golf.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Flugzeugabsturz in Süd-Russland

    Aus Tagesschau vom 19.3.2016

    Im südrussischen Rostow am Don ist eine Passagier-Maschine der Fluggesellschaft «FlyDubai» bei schwierigen Wetterverhältnissen im Landeanflug abgestürzt. Alle 62 Personen an Bord kamen ums Leben.