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International «Forbes» zählt mehr als 1800 Milliardäre

Das US-Magazin zählt in diesem Jahr fast 200 Milliardäre mehr als im Vorjahr. Zwar ist der Reichste immer noch ein bekannter US-Amerikaner. Doch den westlichen Superreichen erwächst starke Konkurrenz aus China.

Microsoft-Mitgründer Bill Gates (59) bleibt der Reichste unter den Superreichen. Laut der am Montag veröffentlichten Milliardärsliste des US-Magazins «Forbes» ist sein Vermögen im letzten Jahr um 3,2 auf 79,2 Milliarden Dollar (70,5 Milliarden Euro) gestiegen. Gates, der in den letzten 21 Jahren 16 mal an der Spitze des Rankings stand, konnte seinen Reichtum ausbauen, obwohl er im November Microsoft-Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar der «Bill & Melinda Gates Foundation» stiftete.

Platz zwei für Carlos Slim Helu, Platz drei für Warren Buffett

Auf dem zweiten Platz findet sich mit 77,1 Milliarden Dollar der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim Helu (75). Dahinter folgt US-Starinvestor Warren Buffett (84). Buffetts Vermögen erhöhte sich dank des gestiegenen Aktienkurses seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway um 14,5 auf 72,7 Milliarden Dollar. Dadurch konnte der Börsenguru den spanischen Zara-Mitgründer Amancio Ortega (78) überholen. Die als «Orakel von Omaha» bekannte Investorenlegende Buffett verbuchte den höchsten Vermögensanstieg im Ranking.

Buffett konnte seinen Reichtum sogar stärker ausbauen als Jack Ma, der Gründer des chinesischen Onlineriesen Alibaba. Die Firma hatte im September in New York den grössten Börsengang aller Zeiten gestemmt. Dadurch wurde Ma zum reichsten Chinesen. Mit 22,7 Milliarden Dollar reicht es aber «nur» für Platz 33 der «Forbes»-Liste. Reichster Deutscher ist Georg Schaeffler, Eigentümer des gleichnamigen Autozulieferers. Er kommt mit 26,9 Milliarden Dollar auf Rang 21. Die Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Junior belegen mit 21,3 Milliarden Dollar Platz 37.

Mehr als 1800 Milliardäre

Insgesamt zählte «Forbes» 1826 Milliardäre nach 1645 im Vorjahr. Fast ein Viertel der Newcomer kommen aus China. Zudem sind mit 46 unter 40-Jährigen so viele jüngere Milliardäre wie nie zuvor gelistet. Angeführt wird die neue Generation von Facebook -Gründer Mark Zuckerberg, der um fünf Plätze auf Rang 16 kletterte und nun erstmals in den Top-20 vertreten ist. Der jüngste Milliardär ist Evan Spiegel (24), Mitgründer der Foto- und Nachrichten-App Snapchat. Auch Travis Kalanick (38), Chef des Fahrdienstvermittlers Uber, ist erstmals im Ranking vertreten.

Forbes 2015: Die zehn Reichsten

Platz 1: Bill Gates (Microsoft, USA)
79,2 Milliarden Dollar
Platz 2: Carlos Slim Helu (Telecom, Mexiko)
77,1 Milliarden Dollar
Platz 3: Warren Buffett (Berkshire Hathaway, USA)
72,7 Milliarden Dollar
Platz 4: Amancio Ortega (Zara, Spanien)
64,5 Milliarden Dollar
Platz 5: Larry Ellison (Oracle, USA)
54,3 Milliarden Dollar
Platz 6: Charles Koch (Verschiedene, USA)
42,9 Milliarden Dollar
Platz 6: David Koch (Verschiedene, USA)
42,9 Milliarden Dollar
Platz 8: Christy Walton (Wal-Mart, USA)
41,7 Milliarden Dollar
Platz 9: Jim Walton (Wal-Mart USA)
40,6 Milliarden Dollar
Platz 10: Liliane Bettencourt (L'Oreal, Frankreich)
40,1 Milliarden Dollar

17 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Herr Schmidel, im Gegensatz zu ihnen , habe ich erklärt , zu was im Allgemeinen die Aktien dienen . Sie dienen nur den Reichen Spekulanten, die sich auf steigende und fallende Aktienwerte absichern. Der Kleine Mann kommt selten zu einem ehrlichen Gewinn , ich könnte ihnen eine Lektion über Aktienverluste des normalen Anlegers in Milliardenhöhe ermöglichen . Haben sie die Aktienblasen und Zusammenbrüche der IT -Branche u. viele Andere mehr schon vergessen ? Sie sind vermutlich noch sehr jung .
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    @ D. Schmid: Der Überreichtum auf der einen Seite ist die Ursache der katastrophalen Verschuldung der Gesellschaft! Denn ohne diese Verschuldung können solche Vermögen nicht entstehen ohne die Wirtschaft abzuwürgen (Deflation), weil von diesen Vermögen keine genügende Nachfrage mehr ausgeht, um die Märkte zu räumen!
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    @ D. Schmid, ff: Weil die Milliardäre bzw. deren Unternehmen viel mehr Gewinne einstreichen, als dass sie für Konsum und Investition gebrauchen können, bleibt das Geld liegen -> Zerstörung von Kaufkraft bzw. die Märkte können nicht geräumt werden. In den USA sitzen die Unternehmen auf Reserven von >2000 Mrd.$ - während Menschen hungern! Damit der Wahnsinn trotzdem einigermassen funktioniert, muss 1. der Staat sich verschulden, also mehr ausgeben als einnehmen, 2. die Notenpresse einspringen.
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