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International François Hollande – so unbeliebt wie noch nie

Seit 2012 ist der französische Präsident François Hollande im Amt. Seither sinken seine Beliebtheitswerte kontinuierlich. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Nur noch knapp jeder sechste Bürger in Frankreich gibt Hollande seine Zustimmung.

Nachdenklicher François Hollande
Legende: François Hollande verliert zunehmend die Unterstützung seiner Landsleute. Keystone

Der französische Präsident François Hollande ist einer neuen Umfrage zufolge so unpopulär wie noch nie. In einer von der Zeitung «Le Journal du Dimanche» veröffentlichten Umfrage kam der sozialistische Staatschef im April noch auf 18 Prozent Zustimmung.

Hollande ist seit Mai 2012 im Amt, seine Beliebtheitswerte befinden sich seitdem im Sinkflug. Seine bisherigen Negativ-Rekorde hatte er bei der monatlichen Umfrage des Ifop-Instituts mit jeweils 20 Prozent im November 2013 und Februar 2014 eingefahren. Im März hatte er sich mit 23 Prozent leicht verbessert.

Lorbeeren für Premier Valls

Deutlich beliebter als Hollande ist sein neuer Regierungschef Manuel Valls, mit dessen Leistung 58 Prozent der mehr als 1900 Befragten zufrieden waren.

Hollande hatte den zum rechten Parteiflügel zählenden bisherigen Innenminister nach dem Debakel für die Sozialisten bei der Kommunalwahl im März zum Premierminister ernannt. Valls war schon als Minister einer der populärsten Politiker Frankreichs.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Dem sagt man "Minderheiten-Demokratie" und ist im Westen die beliebteste Form der Demokratie :D
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  • Kommentar von Andy Tang, Genf
    Ich bin kein Fan von Hollande. Seien wir ehrlich: Die Franzosen waren schon einige Monate nach dessen Wahl ungluecklich mit ihrem Praesidenten und Geduld hat niemand. Die Massnahmen die Hollande ergriffen hat mit seinem Vertrag unter Sozialpartnern, naja, ich habe meine Zweifel. Sollte dies aber klappen, so werden wir das erst spaeter sehen. Bei den naechsten Wahlen wird aber wohl wieder UMP zum Zug kommen, die alles wieder ueber den Haufen werfen. Entsprechend gibt es keinen Fortschritt.
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  • Kommentar von Walter Eiselen, Schaffhausen
    Eine Ausnahme gibt es: Mitterand. Das Schlitzohr verstand es meisterhaft, seine Untertanen regelmässig mit (abstrus teurem!) Pomp und Klamauk einzuseifen und ihnen ein x für ein u vorzumachen. Er und de Gaulle wussten zumindest, was ihre Landsleute wollen und wie sie ticken. Das nutzten sie aus. Von Hollande kann man weder das eine noch das Andere behaupten. Die Franzosen wollen nicht links-biederes Spiessbürgertum im Elyséepalast. Nun denken sie wahrscheinlich: Marine Le Pen, die Heilskönigin!
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