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International Frankreich: 43 Menschen sterben bei Frontalkollision

Beim Zusammenstoss eines Reisecars mit einem Lastwagen sind 43 Menschen ums Leben gekommen. Unter ihnen ein Dreijähriger, der mit seinem Vater im LKW mitfuhr. Am Ort des Unglücks östlich von Bordeaux kam es in der Vergangenheit schon mehrfach zu Unfällen.

Legende: Video Luftaufnahmen (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 0:52 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.10.2015.
  • Bei einem Unfall in Frankreich sterben 43 Menschen; darunter der dreijährige Sohn des LKW-Fahrers. Der Junge sass auf dem Beifahrersitz.
  • Der Car-Chauffeur überlebt leicht verletzt.
  • Das Unglück ereignete sich bei Libourne, 40 Kilometer östlich von Bordeaux.
  • Es ist der schwerste Verkehrsunfall in Frankreich seit 1982.
Legende: Video Reaktion von Hollande abspielen. Laufzeit 0:34 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.10.2015.

Ein Verkehrsunfall in Südwestfrankreich hat 43 Menschen das Leben gekostet. Beim Zusammenstoss eines Cars mit einem Lastwagen starben 41 Businsassen und der Camion-Fahrer. Im Verlauf der Untersuchungen wurde im Holztransporter, der den Unfall verursachte, die Leiche eines «kleinen Kindes» entdeckt.

Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um den dreijährigen Sohn des LKW-Fahrers handelt. Er habe neben dem LKW-Fahrer gesessen, so die Behörden.

Ursache entgegen ersten Aussagen unklar

Acht Personen konnten sich aus dem brennenden Bus befreien. Zwei hätten Schädelbrüche erlitten, zwei weitere schwere Verbrennungen, teilte die Präfektur des Départements Gironde mit. Vier weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon, darunter der Carfahrer.

Der Reisebus stiess in Puisseguin rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux frontal mit dem Lastwagen zusammen. Ersten Aussagen, wonach der Lastwagen – ein Holztransporter – den Unfall verursacht hatte, widersprach die Gendarmerie später. Ursache und Ablauf des Unfalls seien Gegenstand der Untersuchung.

Der Busfahrer habe den Unfall kommen sehen. Er versuchte offenbar vergeblich, dem havarierten Holztransporter auszuweichen.

Nach dem Zusammenprall ging der Reisecar in Flammen auf. Der Chauffeur habe nur noch den Türöffnungsmechanismus betätigen können, um es einigen zu ermöglichen, den Bus zu verlassen, meinte der Bürgermeister.

Bilder des Lokalfernsehens zeigten einen komplett ausgebrannten Bus. Die Rettungskräfte waren mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Karte.
Legende: In der Kleinstadt Puisseguin hat sich der tragische Unfall ereignet. Keystone

Ältere Passagiere im Reisebus

Der Bus war nach ersten Informationen am frühen Morgen nur wenige Kilometer nördlich des Unfallorts losgefahren.

Er beförderte Senioren auf dem Weg zu einem Ausflug, wie die Regionalzeitung «Sud-Ouest» unter Berufung auf die Bürgermeisterin des Heimatortes berichtete.

Schwerster Unfall seit 33 Jahren

Der französische Premierminister Manuel Valls begab sich an den Unglücksort. Bei dem Unglück handelt es sich um den schwersten Verkehrsunfall in Frankreich seit 1982. Damals starben bei Beaune im Burgund 53 Menschen, darunter 44 Kinder.

Es ist nicht das erste Mal, dass es just an dem Ort zu einem Unfall kam. «Das ist eine gefährliche Kurve», so der Vize-Bürgermeister. Hier habe es schon früher Unfälle gegeben.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Wieder einmal ein schwerer Carunfall. Autocars sind in gewissen Situationen gefährliche Verkehrsmittel. Deshalb sollten sie eingeschränkt werden.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Laut obigem Bericht, war der Car vorschriftsmässig unterwegs, als ihm ein Lastwagen (auf der falschen Spur!) entgegenkam und es zu einem Frontal-Zusammenstoss kam! Sollten nun nicht eher die vielen LKW's reduziert werden? - Ob Bahn, Flug, Schiff, Privatauto oder Bus, UEBERALL sitzen Menschen am Steuer, die Fehler machen können! Wir am PC, sollten mit EINSEITIGEN Kommentare (Schuldzuweisungen!) zurückhaltend sein!
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    2. Antwort von Hans Wuhrmann (Granddad)
      Gefährlich im Bus sind allenfalls die zuwenigen Fluchtwege für 40 - 60 Personen. Aber vor Allem die teils knapp qualifizierten Liefer- und Lastwagenfahrer mit grossem Zeitdruck. Bei angepasster Geschwindigkeit pflegt man Kurven zu kriegen.
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    3. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Es geht mir nicht darum, wer der Unfallverursacher war, ich wollte nur aufzeigen, das Autocars gefährlichere Fahrzeuge sind als PW, Züge oder gar Flugzeuge und es sind immer mehr Busse im Einsatz, gerade auch im grenzüberschreitenden Linienverkehr.
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    4. Antwort von Kurt Schrag (Hüo)
      Wie viele der Carinsassen konnten sich nicht mehr aus den Sicherheitsgurten nicht mehr befreien? Ich schnalle mich in einem Car jedenfalls nie an. Ich erinnere an den Unfall am Grossen St Bernard, bei dem mehrere Insassen aus dem Car geschleudert wurden und überlebten. Wären sie angeschnallt gewesen, wären sie auch getötet worden.
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