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Streit mit Macron Frankreichs Armee-Chef tritt zurück

Macron und De Villiers
Legende: Grimmige Miene: Präsident Macron und De Villiers hatten bereits im Parlament heftig gestritten. Reuters
  • Der französische Armee-Chef Pierre de Villiers ist zurückgetreten.
  • Er könne mit den neuen finanziellen Vorgaben die robuste Verteidigung des Landes und seiner Bürger nicht mehr gewährleisten.
  • De Villiers hatte sich vergangene Woche mit drastischen Ausdrücken in einer Ausschuss-Sitzung des Parlaments gegen die Regierungspläne ausgesprochen.

Im Streit mit Präsident Emmanuel Macron über geplante Kürzungen im Verteidigungsetat ist der Chef der französischen Streitkräfte zurückgetreten. Er habe alles daran gesetzt, dass die französischen Streitkräfte ihren immer schwieriger und komplexer werdenden Auftrag trotz der finanziellen Einschränkungen erfüllen könnten. Das könne er angesichts der Entwicklung aber nicht mehr garantieren.

Die Regierung plant den Verteidigungsetat um 850 Millionen Euro zu kürzen, um das Haushaltsdefizit zu begrenzen. Gegen Frankreich läuft in der EU ein Verfahren wegen zu hoher Fehlbeträge. Frankreich hat der EU zugesagt, das Haushaltsdefizit wieder unter den Grenzwert von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu bringen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Nicht nur in Frankreich futieren sich immer mehr Politiker um die Sicherheit von Buerger, Volk und Vaterland, um servil und verantwortungslos den Lobisten und der EU zu dienern, statt sich von neutralen Experten beraten zu lassen. Wenn man den Verteidigungsetat erst ueber 2 Prozentli des BSP hochfaehrt, wenn der boese Nachbar den Ausbau seiner kleinen aber feinen Berufsarmee zu einem riesigen Volksheer fast abgeschlossen hat, kanns ins Auge gehen statt im letzten Moment noch korrigiert werden...
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Wenigstens kürzt Macron einigermassen bei allen Haushalts-Abteilungen. Nicht so wie Trump, der nur bei den so wie so schon Armen spart und dafür das Verteidigungsbudget (oder sagen wir Kriegsbudget) nochmals erhöht. Klar wird die Wirtschaft und diverse Eliten am Ende vermutlich mit blauen Augen davon kommen und die Bürger die Hauptlast tragen müssen/dürfen. Jedenfalls muss in Frankreich ökonomisch einiges vorwärts gehen. So wie jetzt geht es nicht mehr lange gut.
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  • Kommentar von F. Alex (anti-cliché)
    @ Etter: Wie nennen Sie denn z.B. Herrn Trump?
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