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International Frankreichs neue Regierung: Das «Kampfteam» ist einsatzbereit

Erste Kabinettsitzung der neuen Regierung im Élysée-Palast: Präsident François Hollandes selbsternanntes «Kampfteam» soll mit schnellen Reformen Frankreich aus der Krise führen. Am Kabinettstisch sitzt auch Hollandes ehemalige Lebensgefährtin Ségolène Royal.

Legende: Video «Erste Sitzung der neuen französischen Regierung» abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.04.2014.

Frankreichs Präsident François Hollande hat erstmals zur Kabinettssitzung seiner neuen Regierung gebeten. Diese ermahnte er zu mehr Tempo bei den anstehenden Reformen. «Wir müssen schneller vorankommen», forderte Hollande während der Sitzung, wie der Élysée-Palast mitteilte.

Hollande nannte die Ministerriege des neuen Premiers Manuel Valls ein «Kampfteam» – gegen Resignation und Misstrauen in die Institutionen, und für Zukunft, Hoffnung und Vertrauen. «Wir sind in einem wirtschaftlichen Kampf, der mehr Wettbewerb, mehr Solidarität, mehr Innovation von uns verlangt, wenn wir ihn gewinnen wollen», sagte Hollande.

Acht Frauen, acht Männer

Der Staatschef hatte den bisherigen Innenminister Valls nach der krachenden Niederlage der Sozialisten bei den Kommunalwahlen als Premier zum Nachfolger von Jean-Marc Ayrault bestimmt. Zu der neuen Regierung mit 16 Ministerinnen und Ministern gehört auch die frühere Lebensgefährtin von Hollande, Ségolène Royal. Die Umwelt- und Energieministerin und der Präsident haben vier gemeinsame Kinder aus ihrer 2007 beendeten Partnerschaft.

Ségolène Royal geht in den Élysée-Palast.
Legende: Ségolène Royal auf dem Weg in den Élysée-Palast: Sie ist die neue Umwelt- und Energieministerin. Keystone

Valls zählt zum rechten Flügel der Sozialisten. Mit der neuen Sitzordnung ist er am Kabinettstisch eingerahmt von den beiden Linken-Ikonen Royal sowie Justizministerin Christiane Taubira.

Einige Ministerien wurden neu besetzt oder zugeschnitten. Die bisher 38 Mitglieder umfassende Regierung soll deutlich verkleinert werden. Die beigeordneten Minister werden später ernannt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Eiselen, Schaffhausen
    Pomp, Brimborium, Augenwischerei: Auch diese so genannte "Kampfregierung" wird scheitern, wie alle anderen vor ihr seit Mitterand. Arbeiten und Mehrwert schaffen, statt Umverteilen, wo es nichts mehr umzuverteilen gibt: So lange dieses Message nicht in den bequemen französischen Wohnzimmern ankommt, wird das Land weiter verarmen, und die sozialen Spannungen werden weiter zunehmen. Den "Heilsbringern" vom FN wird so der Weg geebnet.
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  • Kommentar von MaxHug, Luzern
    Was meint wohl die Wählerschaft Frankreichs zu dieser Jongliererei in ihrer Regierung?
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  • Kommentar von Daniel Briner, Neerach
    Nigel Farage UKIP ist bekannt für sein loses Mundwerk. Frankreichs Staatspräsident François Hollande ist für ihn nur der "Idiot Nummer eins". Mit einem Rechten Sozi wollen sie jetzt "gegen Resignation & Misstrauen in die Institutionen & für Zukunft, Hoffnung & Vertrauen" schaffen. Der letzte Sozi, der etwas Gescheites vollbrachte hiess Gerhard Schröder, wurde aber gleich durch Angela Merkel abgelöst; über die Kanzlerin lästerte Farages, sie sei "unglaublich kalt", privat sei sie "noch elender".
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