Franz Beckenbauer gesteht «Fehler» ein

Nach Tagen des Schweigens meldet sich Franz Beckenbauer zu Wort. Der ehemalige Präsident des Organisationskomitees der Fussball-WM 2006 in Deutschland gibt einen «Fehler» zu. Mit seiner Aussage steht er im Widerspruch zu Sepp Blatters Version.

Beckenbauer, niedergedrückt.

Bildlegende: Es geht auch um sein Lebenswerk: Franz Beckenbauer. Keystone

Franz Beckenbauer hat in der Affäre um die Fussball-WM 2006 erstmals einen «Fehler» eingeräumt. Das Organisationskomitee hätte nicht auf einen Vorschlag der Fifa-Finanzkommission eingehen dürfen, um einen Finanzzuschuss zu bekommen, teilte er schriftlich mit. Dafür trage er als Präsident des damaligen OK «die Verantwortung».

«  Es wurden keine Stimmen gekauft. »

Franz Beckenbauer
Ehemaliger OK-Präsident

Er habe bei einer Anhörung der externen Untersuchungskommission des Deutschen Fussball-Bundes sämtliche Fragen beantwortet. «Es wurden keine Stimmen gekauft, um den Zuschlag für die Fussball-WM 2006 zu bekommen», betonte Beckenbauer erneut.

Widerspruch zu Blatters Version

Beckenbauer soll laut DFB-Präsident Wolfgang Niersbach 2002 mit Weltverbands-Chef Joseph Blatter Einigung über eine Zahlung von 6,7 Millionen Euro an die Fifa erzielt haben. Mit dem Geld soll sich der Verband einen Zuschuss in Höhe von 250 Millionen Franken für die Organisation der WM 2006 gesichert haben. Blatter hatte ein diesbezügliches Treffen mit Beckenbauer bestritten.

Mehr zum Thema: