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International Französische Kampfjets bereit für Angriffe gegen den IS in Syrien

Im Irak attackiert die französische Luftwaffe bereits IS-Stellungen. Paris plant nun Angriffe in Syrien. Präsident François Hollande will das nicht als Assad-Unterstützung sehen. «Assad muss weg», erklärte Hollande unmissverständlich.

Legende: Video Hollande will das Übel an der Wurzel packen abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.09.2015.

Frankreich bereitet Luftschläge gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vor. Er habe den Verteidigungsminister angewiesen, Aufklärungsflüge über Syrien zu veranlassen, sagte Präsident Hollande in Paris: «Diese werden es ermöglichen, Luftschläge gegen den IS ins Auge zu fassen.»

Keine Bodentruppen

Die Aufklärungsflüge sollten bereits am Dienstag starten. Abhängig von den dabei gesammelten Informationen, sei Frankreich bereit zuzuschlagen. Einen Einsatz französischer Bodentruppen in Syrien lehnte Hollande dagegen als unrealistisch ab.

Die französische Luftwaffe beteiligt sich seit knapp einem Jahr bereits an Angriffen einer US-geführten Koalition gegen IS-Truppen im Irak. Während die Amerikaner auch schon in Syrien angriffen, lehnte Paris einen Einsatz seiner Flugzeuge dort bislang ab.

«Assad muss gehen»

Hollande begründet den Kurswechsel mit den Erfolgen der Terrormiliz IS in den vergangenen zwei Jahren. Die Miliz organisiere ihre Attacken gegen mehrere Länder von Syrien aus – er verwies auch auf islamistische Anschläge in Frankreich. Der Präsident betonte, dass eine Lösung des syrischen Bürgerkriegs das Regime in Damaskus einbinden müsse. «Aber letztlich muss Baschar al-Assad gehen», betonte Hollande. Damit erscheint Assads Abgang aus französischer Sicht nicht als Vorbedingung für Gespräche. «Er ist für die Situation des Landes verantwortlich.»

Legende: Video Will Hollande in Syrien Russland zuvorkommen? abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.09.2015.

Der Präsident plädierte dafür, mit allen Ländern zu sprechen, die eine politische Lösung des Konflikts erleichtern können. «Ich denke an die Golfstaaten, ich denke auch an Russland, an den Iran», sagte er.

Allerdings werde in Frankreich darüber spekuliert, dass Russland ohnehin kurz davor stehe, in Syrien einzugreifen, sagt SRF-Korrespondent Michael Gerber in Paris. Aus Moskau verlautete bereits, man wolle im Bemühen um eine Lösung des Konflikts ausdrücklich auch die syrische Armee am Kampf gegen den IS beteiligen.

Will Hollande in Syrien Russland zuvorkommen?

«Dass Russland an der Seite von Assad in den Konflikt eingreifen will, passt François Hollande ganz und gar nicht», meint Gerber. Hollande sehe Assad als gewichtigen Teil des Problems. Teil der Lösung könne der syrische Machthaber in den Augen Hollandes damit nicht sein.

Deshalb sei es wohl auch kein Zufall, dass der französische Präsident gerade jetzt in eingreifen will, sagt Gerber: «Es wird spekuliert, dass Hollande Russland zuvorkommen will.» Die USA hatten Russland bereits am Wochenende vor einer militärischen Intervention zugunsten von Machthaber Assad und einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Moskau gilt als enger Partner Assads und versorgt dessen Regime seit Jahren mit Waffen.

Zieht London nach?

Auch in London wird darüber diskutiert, die Luftangriffe der britischen Streitkräfte vom Irak auf Syrien auszuweiten. Vor allem konservative Parlamentarier sind dafür, Premierminister David Cameron bereitet den Schritt schon seit Monaten rhetorisch vor. Er hat aber deutlich gemacht, den Schritt nur zu gehen, wenn das Parlament zustimmt.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Wer Bomben auf die Menschen wirft, sollte auch die Flüchtlinge aufnehmen - und zwar alle - ohne wenn und aber.
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  • Kommentar von m. fischbacher (mifi)
    @Schmidel: Ist Ihnen denn schon aufgefallen, dass die Flüchtlingswellen genau aus den Ländern kommen, wo die NATO und USA noch keine Stützpunkte halten? Iran, Algerien, Syrien, Jordanien, Libyen! Das Schlimmste aber ist, das auch von den schon durch die USA "Befriedeten" Länder unzählige Menschen auf der Flucht sind! Schon komisch...Die USA wird den IS niemals besigen, da dieser ja der Helfershelfer der EUSA gegen Assad ist. Das werden auch die Franzosen nicht ändern können (wollen)!
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Auf Europa werden bald einge Fragen zukommen. Insbesondere dann, wenn der Daesh (IS) einst zerschlagen sein sollte und seine Kämpfer, Anhänger und Unterstützer nach Europa kommen und hier um Asyl anfragen. Und sollten sie hier ordentlich zu Gefängnis verurteilt werden, stellt sich wiederum die Frage, wie man sie abschieben kann, da sie nun in ihren Ländern an Leib und Leben gefährdet bzw. verfolgt sind... Fragen über Fragen!
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