Französische Regierung will Mager-Models verbieten

Die französische Regierung will gesetzlich durchsetzen, dass Modelagenturen keine unterernährte Models mehr engagieren. Zuwiderhandlungen sollen mit 75'000 Euro und einem halben Jahr Haft gebüsst werden.

Die französische Regierung will Mager-Models von den Laufstegen verbannen. Ein Zusatzartikel zu einem Gesundheitsgesetz, das ab heute in der Nationalversammlung in Paris beraten wird, verbietet Modelagenturen ein Engagement unterernährter Mannequins.

Den Vorschlägen zufolge sollen die Agenturen für jedes Model ein Gesundheitszeugnis vorlegen, in dem bestätigt wird, dass ein gewisser Body-Mass-Index (BMI) nicht unterschritten wird. Bei Verstössen drohen sechs Monate Haft und 75'000 Euro Geldstrafe.

Die sozialistische Gesundheitsministerin Marisol Touraine hat sich bereits hinter die Vorschläge gestellt. «Ich finde, dass man sich als Model gut ernähren und auf seine Gesundheit achten muss», sagte sie dem Sender BFMTV. «Das ist eine wichtige Botschaft an junge Frauen, junge Mädchen, die in Mannequins ästhetische Vorbilder sehen.»