Französischer Senat stimmt für Homo-Ehe

Die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Paaren hat in Frankreich eine weitere Hürde genommen. Der Senat hat den Gesetzesartikel am Abend nach heisser Debatte angenommen. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Ein gleichgeschlechtliches Liebespaar in Brautkleid demonstriert in Paris für die Homo Ehe.

Bildlegende: Die Homo-Ehe polarisiert. Zehntausende demonstrierten in den letzten Monaten für und gegen die Regierungspläne. Keystone

Zwei Monate nach Nationalversammlung hat sich nun auch der französische Senat für die Einführung der Homo-Ehe ausgesprochen. Nach zehnstündiger Debatte stimmten am Dienstagabend in Paris 179 Senatoren für den entsprechenden Gesetzesartikel. Dagegen votierten 157 Mitglieder des Senats.

Die Möglichkeit der Eheschliessung steht gleich im ersten Artikel eines umfangreichen Gesetzentwurfs zur Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Er gilt aber erst als endgültig beschlossen, wenn das ganze Gesetz verabschiedet ist. Dieses sieht auch ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor.

Damit rückt die Umsetzung eines der wichtigsten Wahlversprechen von Präsident François Hollande näher. Gegen die Gesetzesvorlage der Regierung hatte es in den letzten Monaten in Frankreich massive Proteste mit Grosskundgebungen von Gegnern und Befürwortern gegeben. 

Bereits seit 1999 können homo-, aber auch heterosexuelle Paare in Frankreich eine eingetragene Lebenspartnerschaft (PACS) eingehen.