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International Französisches Militär streicht zehntausende Jobs

Die Regierung in Paris setzt im Verteidigungssektor den Rotstift an: Bis 2019 sollen 34'000 Stellen wegfallen. Das geht aus dem Fünf-Jahres-Plan für die Militärstrategie hervor.

Präsident Hollande steht zwischen zwei Vertretern des Militärs
Legende: Präsident François Hollande spart auch beim Militär. Keystone/archiv

Wie bereits in den vergangenen Jahren muss der Verteidigungssektor erneut Einsparungen leisten: Bis 2019 werden 34'000 Stellen gestrichen. Dabei sollen in erster Linie
freiwerdende Stellen nicht neu besetzt werden.

Das Militärbudget bleibt zugleich stabil: Allein für 2014 sind Ausgaben in Höhe von 31,4 Milliarden Euro eingeplant, für die Jahre bis 2019 sind es insgesamt 179,2 Milliarden Euro.

Der neue Plan setze drei Prioritäten, sagte Frankreichs Präsident François Hollande: Schutz, Abschreckung und Intervention.

Beim Militär wird kontinuierlich gespart

Frankreich steht derzeit unter Druck, das Haushaltsdefizit zu reduzieren. Die sozialistische Regierung rechnet nicht mehr damit, in diesem Jahr den Fehlbetrag unter die im EU-Stabilitätspakt festgelegte Grenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken.

Das Militär musste bereits in den vergangenen Jahren einen grossen Teil zu den Einsparungen des Staates beitragen. In Frankreich liegt der Verteidigungsetat bei ungefähr 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Nach dem Ende des Kalten Krieges Anfang der 1990er-Jahre waren es noch 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier, Zürich
    Bravo. Dafür hat es 34000 Arbeitslose mehr, kann ja Frankreich locker verkraften, da die eine geringe Arbeitslosenzahl haben. So wird das Geld im Militär gespart, dafür erhöht sich die Ausgabe im Sozialwesen. Was gewinnt man? Nichts. Ausser 34000 zusätzliche Bürger, die auf die Regierung böse sind, und bestimmt das nächste mal nicht mehr diese wählen wird. Ich behaupte mal, also nur ein Eigengoal.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Bei den Ausgaben gibt es keine Einschnitte. Die Kampfbereitschaft der Interventionstruppen in Mali war gut. Weniger gut war der Mangel an Transportflugzeugen u. den Kapazitäten die Flugzeuge in der Luft aufzutanken. Auch die Informationsbeschaffung war nicht über alle Zweifel erhaben. Offenbar wird vor allem bei den rückwärtigen Stellen und Administation gespart. Was man ebenfalls früher oder später anschauen sollte ist die Force de Frappe - aber das ist ein anderes Thema.
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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Das sollen unsere auch mal machen. Am besten die ganze Militärverwaltung privat ausschreiben. Geht dann wahrscheinlich mit 15 % des bisherigen Personals und die wissen sogar, wo alle Panzer, Velos und Flieger sind ;-)
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