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Die USA der Republikaner Freie Bahn für Obamas Kritiker

Das neue Parlament ist bereit, einige Wahlversprechen Trumps anzupacken. Als Erstes will es Obamacare ersetzen.

Senator Kevin Yoder (Mitte) mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan (links).
Legende: Senator Kevin Yoder (Mitte) mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan (links). Neben ihm seine Frau mit Kind. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Dominanz der Republikaner im neugewählten Kongress führt dazu, dass sie ihre Politik durchsetzen können.
  • Die Krankenversicherung für alle durch etwas Besseres zu ersetzen ist das erste Ziel der republikanischen Mehrheit.

Im US-Kongress sind die Republikaner frohgelaunt. Auch der 82-jährige Senator Jim Inhofe aus Oklahoma strahlt und sagt: «Nun haben wir jemanden im Weissen Haus, mit dem wir politisch auf derselben Linie sind. Keine Vetos mehr, die uns behindern. Eine ganz neue Freiheit.»

Mit der Freiheit kommt aber auch Verantwortung. Das musste der künftige US-Präsident Donald Trump seinen Republikanern schon am ersten Arbeitstag via Twitter in Erinnerung rufen. Sie wollten eine Ethik-Kommission entmachten, die den Politikerinnen und Politikern auf die Finger schaut und krebsten zurück.

Das «totale Desaster» beseitigen

Andere Anliegen seien wichtiger, meinte Trump, zum Beispiel die Abschaffung des Obamacare-Krankenkassensystems: «Ein totales Desaster, wir müssen dieses System beseitigen und mit etwas Besserem ersetzen», erklärte Buddy Carter aus Georgia.

Diesen Prozess haben die Republikaner bereits gestern ins Rollen gebracht. Bis er jedoch abgeschlossen ist, kann es Monate, wenn nicht Jahre dauern. Die Demokraten können die Politik der Republikaner nicht verhindern, aber sie können sie verzögern.

Chuck Schumer, der neue Chef der Demokraten im Senat, erinnerte daran, dass Trump Amerika wieder grossartig machen wolle. «Wir werden ihn an dieses Versprechen erinnern, und wenn er nur die Interessen der Reichen verfolgt, werden wir uns ihm in den Weg stellen», kündigte er an.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Also OBAMACARE ist bereits repealt = ZURÜCKGERUFEN. Das war eh ein Desaster, konnte höchstens den Rahmen für eine vernünftige KV bilden. OBAMA hat sich an Kanada orientiert und das war eben das Desaster.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Es kommt in allen Systemen darauf an, welche Ansprüche die Versicherten haben dürfen. Bei uns in der Schweiz gehen diese Ansprüche viel zu weit, da kann sich jeder bis zum geht nicht mehr behandeln lassen + das auf Kosten der anderen, meist der gesunden. Es gab schon vor Obama eine staatliche Krankenversicherung für alle (für 1 Dollar im Monat) doch hier waren selbstverständlich nicht die gleichen Behandlungen inbegriffen. Das geht nun mal nicht anders; keiner wagt eine Rote Linie zu bezeichnen.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Obamacare: Ein totales Desaster, wir müssen dieses System beseitigen und mit etwas Besserem ersetzen, erklärte Buddy Carter aus Georgia. Millionen von Amerikaner hatten diese Versicherung abgeschlossen. Jeder Amerikaner bw. die ärmere Schicht braucht eine Gesundheitsversorgung die bezahlbar ist. Hoffe, dass Trump wenn er Obamacare auslöschen will durch eine wirklich gute bezahlbare Krankenversicherung ersetzt. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Gesundheitsversorgung.
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    1. Antwort von Karl Suter (glaubenstreu)
      Die staatlich verordneten Krankenversicherungen sind für die Ärzte und die Pharma-Industrie ausgerichtet. Der gesunde wie der kranke Mensch muss bezahlen und bezahlen bis es geht nicht mehr...Milliarden werden da geäufnet, dabei werden immer mehr Menschen krank oder krank gemacht mit Medikamenten und zum Nichtstun verurteilt durch latsche Arztzeugnisse?... usw.
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